Wieder Gerüchte um Rücktritt des Syrien-Gesandten Brahimi

Bereits vergangene Woche kursierten Berichte, der Syrien-Beauftragte von UNO und Arabischer Liga, Lakhdar Brahimi, wolle zurücktreten. Es folgte ein Dementi. Nun gibt es neue Spekulationen: Demnach ist Brahimi so frustriert über den ausbleibenden Erfolg der Mission, dass er das Amt niederlegen will.

Lakhdar Brahimi

Bildlegende: Hat er genug? Lakhdar Brahimi, der Syrien-Gesandte von UNO und Arabischer Liga, steht offenbar vor dem Rücktritt. Keystone

Der Syrien-Vermittler der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Lakhdar Brahimi, steht offenbar kurz vor dem Rücktritt. Wie der arabische Nachrichtensender al-Arabija berichtet, will der Algerier sein Amt Ende Mai niederlegen.

Frust über fehlende Verhandlungsbereitschaft?

Der Sender berichtet unter Berufung auf Diplomaten, Brahimi sei frustriert vom ausbleibenden Erfolg seiner Mission. Er habe bei den Vertretern der Bürgerkriegsparteien keine echte Bereitschaft für eine Verhandlungslösung erkennen können.

Nach Informationen des Senders wollte Brahimi offenbar sofort aufhören. Mitgliedstaaten des Sicherheitsrates hätten ihn jedoch gebeten, noch bis Ende des Monats zu bleiben. 

Dementi im April

Gerüchte um einen Rücktritt Brahimis hatte es bereits Mitte April gegeben. Damals liess er die Meldungen noch dementieren – wenn auch etwas halbherzig. «Ich trete nicht zurück», sagte er. «Aber ich wache jeden Tag auf und denke darüber nach. Eines Tages werde ich vielleicht zurücktreten.»