Wieder Krawall und Festnahmen in Hongkong

Prodemokratische Aktivisten haben sich in Hongkong erneut Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Mindestens 28 Menschen sind festgenommen worden.

Polizisten in einer Reihe.

Bildlegende: Die Polizei will die protestierenden Studenten vom Mong-Kok-Viertel zurückhalten. Keystone

Die Demonstranten versuchten die vierte Nach inFolge, das Geschäftsviertel Mong Kok «zurückzuerobern». Die Polizei hatte dort eines ihrer wichtigsten Lager sowie Strassenbarrikaden weitgehend geräumt.

Dabei kam es zu Auseinandersetzungen, bei der mindestens 28 Menschen festgenommen wurden. Dies sagte eine Polizeisprecherin. Einige Demonstranten bewarfen die Beamten mit Wasserflaschen und Eiern, diese reagierten mit dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken.

Freie demokratische Wahlen gefordert

Die Aktivisten gaben vor, auf einem Einkaufsbummel zu sein. Regierungschef Leung Chun-ying hatte die Bürger Hongkongs zuvor dazu animiert, zum Shopping in das Viertel zurückzukehren.

Auslöser für die seit mehr als zwei Monate andauernden Demonstrationen sind die Pläne der kommunistischen Führung in Peking, zwar 2017 erstmals direkte Wahlen in der früheren britischen Kronkolonie zuzulassen, aber eine freie Nominierung der Kandidaten zu verweigern. Die Demonstranten fordern echte Demokratie. Allerdings verliert die Bewegung zunehmend an Mitgliedern, und die Unterstützung der Hongkonger Bevölkerung schwindet.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Hong-Kong kommt nicht zur Ruhe

    Aus Tagesschau vom 19.11.2014

    Vermummte Personen haben in der Nacht auf heute versucht das Parlamentsgebäude der Sonderverwaltungsregierung zu besetzen. Dabei kam es zu gewaltsamen Zusammenstössen zwischen ihnen und der Polizei.

  • Räumung von Hongkonger Protestlager

    Aus Tagesschau vom 18.11.2014

    In Hongkong sind wichtige Lager der Protestbewegung von der Verwaltung geräumt worden. Die Demokratie-Aktivisten leisteten keinen Widerstand. Sie haben sich zum Teil in andere Lager zurückgezogen. Seit sieben Wochen setzen sich die Studenten für freie Wahlen ein.

  • Wut und Gewalt gegen Studenten in Hongkong

    Aus Tagesschau vom 13.10.2014

    Die Demokratie-Bewegung in Hongkong verliert zusehends an Unterstützung. Die Blockade der Innenstadt verursacht Einnahmeausfälle für Taxifahrer und Ladenbesitzer. Erneut haben Schläger die Protestlager angegriffen.