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International Windpark fertig – Anschluss fehlt

Die Energiewende in Deutschland gerät immer mehr ins Wanken. 30 Windanlagen sind vor der Nordseeküste offiziell eingeweiht worden. Statt mit Windkraft werden sie mit Dieselmotoren betrieben.

Legende: Video Probleme mit den Windparks abspielen. Laufzeit 01:57 Minuten.
Aus Tagesschau vom 10.08.2013.

Strom für 120'000 Haushalte sollen die 30 Windturbinen vor der ostfriesischen Insel Borkum liefern und so einen wertvollen Beitrag zur Energiewende in Deutschland beitragen.

Doch das 450 Millionen Euro teure Offshore-Projekt steht unter einem schlechten Stern: Zuerst machten Naturschützer Opposition gegen das Grossprojekt. Nun verzögern Munitionsaltlasten den Anschluss ans Stromnetz.

In der Rekordzeit von 14 Monaten wurden 30 Windräder mit einer Leistung von 108 Megawatt errichtet und nun offiziell eingeweiht. Doch Ökostrom liefern die Turbinen noch lange nicht. Es fehlen 15 Kilometer Seekabel für den Abtransport des Stroms an Land.

Dieselschlucker

Um allfällige Standschäden zu verhindern, werden die Propeller sporadisch mit Dieselgeneratoren angetrieben. Rund 22'000 Liter Treibstoff sind monatlich nötig, um die Anlage vor Korrosion und Überhitzung zu schützen.

Liefert die Anlage dann irgendwann den umweltfreundlichen Strom, fehlen die leistungsstarken Netze. Denn der Strom wird nicht im Norden benötigt, sondern im Süden.

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41 Kommentare

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  • Kommentar von a.p., ebikon
    In einer Rekordzeit von 14 Monaten wurden die Windräder gebaut, um dann 22000 Liter Diesel zu verschwenden - wow das macht ja sinn - gut geplant
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  • Kommentar von D. Schmidel, St. Gallen
    Wir sollten die Bevölkerung endlich mal Ha Wach rütteln. Das Perpetuum Mobile wird es nie geben. Unser Energiekonsum wird immer grosse Schäden hinterlassen. Da nützt der ganze Oeko-Unverstand nichts dagegen. Es gibt keine saubere Energieumsetzung für diesen Planeten. Unsere Physikprofessoren machen sich lächerlich, wenn Sie der Oekopolitik zuliebe das Perpetuum Mobile nun Gesellschaftsfähig machen.
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  • Kommentar von Peter Stutz, Thun
    Dieser Windpark wurde von den Grünen Kanton Bern letzten Herbst als Beispiel gebracht, wie man es nicht macht. Im Fall von Windkraft muss auf dem Land gebaut werden, nicht auf dem Meer. Mit Netz, mit Stromverbauchern, mit Netzregulierung. Professionelle deutsche Firmen wie Enercon bauen nur an Land. Unprofessionelle Grosskonzerne sammeln bei institutionellen Anlegern mit grossartigen Versprechungen Milliarden ein, und bauen in der Nordsee eine Windfarm, die nie in ein Netz eingeplant wurde.
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