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International «Wir sind hier, um Fortschritte zu machen»

Was taugen die neuen Vorschläge aus Griechenland? Heute Abend entscheiden die Finanzminister der Eurogruppe, ob sie sich auf Verhandlungen über ein neues Hilfsprogramm einlassen. Vor dem Treffen machte sich Zuversicht breit.

IWF-Chefin Christine Lagarde
Legende: Erwartet Fortschritte von der entscheidenden Sitzung der Euro-Finanzminister: IWF-Chefin Christine Lagarde. Reuters

Die griechische Regierung hat den Euro-Staaten ihre Reformvorschläge unterbreitet, auch das Parlament in Athen hat inzwischen zugestimmt. Heute Nachmittag beugen sich nun die Finanzminister der Eurogruppe über die neue Liste.

Mächtiges Votum der Euro-Finanzminister

Ihre Bewertung ist entscheidend: Erachten sie die Vorschläge aus Griechenland als ausreichend, können sie der EU-Kommission ein Mandat für Verhandlungen über ein drittes Hilfsprogramm erteilen. Die für morgen geplanten Gipfel müssten dann unter Umständen nur noch über ergänzende Punkte beraten – etwa eine wohl dringend benötigte Übergangsfinanzierung für die Zeit, bis ein neues Hilfsprogramm in Kraft treten würde.

Vor dem Treffen der Euro-Finanzminister am Nachmittag machte sich bereits Optimismus breit. EU-Finanzkommissar Pierre Moscovici lobte die neuen Vorschläge aus Griechenland. Es sei sehr wichtig, dass das Parlament in Athen seine massive Zustimmung gegeben habe, sagt er vor dem Treffen in Brüssel. Alle Seiten müssten den Willen zeigen, eine Lösung für Griechenland zu finden.

«Wir sind hier, um Fortschritte zu machen»

Auch die Chefin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, äusserte sich zuversichtlich. «Ich denke, wir sind hier, um erhebliche weitere Fortschritte zu machen», sagte sie bei ihrem Eintreffen.

Zurückhaltend äusserte sich die deutsche Regierung. Es sei «völlig offen», zu welchem Ergebnis die Finanzminister der Euro-Gruppe kommen würden, hiess es aus dem Finanzministerium in Berlin.

Legende: Video Reformvorschläge im Parlament angenommen abspielen. Laufzeit 1:26 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 11.07.2015.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Fuchs, Bern
    Der IWF ist unter Druck von den USA/Obama Griechenland Geld zu geben. Unlängst ist bekannt, dass die USA auch Druck auf Merkel und die osteuropäischen EU-Staaten machen, Griechenland weiter zu helfen. Zum Glück hat der IWF keine Entscheidungskompetenz.
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  • Kommentar von Urs Keller, Binningen
    Einer schreibt treffend, es gäbe eine Wort auf französisch, das für Tsipars zutreffe, es heisst " Filou " oder in deutsch etwa Schlitzohr. Andererseits versucht Tsipras das Beste für Griechenland herauszuholen, wer kann ihm das verargen. Er hat diese Schuldenberge nicht gemacht es waren die Regierungen vor ihm. Trotzdem ein Grexit wäre für Griechenland wohl die beste aber magere Zukunft .
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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    Die jetzige Rettung von GR ist beschlossene Sache. Die Börsen sprachen Do/Fr eine deutliche Sprache. Jetzt darf man die Belastung nur noch unter den Völkern verteilen.Dabei wird das griech. Basisvolk am meisten Einbussen erleiden, was auch zu erwarten ist. Die Wut der EU-Steuerzahler wird sich auf GR als Ganzes richten, was auch wunderbar von den Gewinnern dieser Krise ablenkt. Die MSM werden es schon kanalisieren. Das Volk wartet geradezu auf einfache Urteile gegen vermeintlich Schuldige.
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