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International «Wir wussten, dass jederzeit etwas geschehen kann»

Der französische Präsident François Hollande hat während der Polizeiaktion gegen die beiden Attentäter vor den Medien Stellung genommen. Er beschwor vor allem den Zusammenhalt der französischen Nation.

Legende: Video Hollande zum Umgang mit dem Terrorismus (franz. Originalton) abspielen. Laufzeit 1:04 Minuten.
Vom 09.01.2015.

Im Moment haben sich die beiden Attentäter auf einem Firmengelände mit einer Geisel verschanzt (Mehr dazu hier im Liveticker). An einer Pressekonferenz im Innenministerium erwähnte Frankreichs Präsident François Hollande die laufende Polizeiaktion jedoch mit keinem Wort. Ihm ging es darum, die Bevölkerung zu beruhigen und den Zusammenhalt innerhalb der Nation zu unterstreichen.

«Im jetzigen Moment müssen wir alles tun, um den Schutz unserer Mitbürger sicherzustellen», betonte Hollande. Die nach dem Anschlag auf das Satiremagazin «Charlie Hebdo» erhöhte Sicherheitsstufe im Grossraum Paris und in Teilen Nordfrankreichs diene auch dazu, beruhigend zu wirken. «Die Bevölkerung zu beruhigen, heisst auch, zu sagen, dass sie in einem Rechtsstaat lebt. Mit dem Willen zusammenzustehen.»

Mehrere Attentatspläne durchkreuzt

Hollande versprach auch Schutz für die Teilnehmer der für Sonntag geplanten Solidaritätskundgebungen in Paris. «Die gesamte Bevölkerung soll an diesen Manifestationen teilnehmen können. Es gibt keine Kontrollen.»

Terrordrohungen gegen Einrichtungen im Land seien nicht neu, fügte Hollande an. «Wir wussten, dass jederzeit etwas geschehen kann». In den vergangenen Monaten seien mehrere Attentatspläne durchkreuzt worden. Deshalb müsse die Prävention verstärkt werden, um weitere Anschläge zu vermeiden.

11 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Ich fand einige Comix von Charlie Hebdo sehr vulgär und beleidigend. Aber deswegen bringt man dessen Urheber nicht um. Man schreibt auch keine Drohbriefe. Ich würde zu mir sagen: "Mensch, haben die eine schlechten Geschmack!" Aber die Thematisierung von Missständen in Form von Karrikaturen ist ein wertvoller und positiver Betrag an die Gesellschaft.
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  • Kommentar von Charles Halbeisen, Bronschhofen
    Eine der Täter war schon zu 18 Jahren verurteilt und wieder auf freiem Fuss. Wie kommt das?
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  • Kommentar von p.keller, kirchberg
    Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht.
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    1. Antwort von Christa Wüstner, Reinach
      Für alles offen sein, bedeutet doch nicht auch alles anzunehmen. Um offen meine Meinungg zu vertreten, muss ich mich auch nach rechts orientieren. Ich muss deren Meinungen verstehen und analysieren können. Dabei muss ich mich doch nicht deren Meinung anschliessen, im Gegenteil es festigt meine Links gerichtete Meinung. Und ich kann auch mit Fakten widersprechen ohne sofort zum Angriff überzugehen. Ma n muss dem Gegner mit seinen eigenen Waffen gegenüberstehen können,
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