Wirbel um Trump-Forderung nach Strafe für Abtreibung

Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner sorgt einmal mehr mit einer provokativen Forderung für Aufsehen. Sollte es gelingen, würden Abtreibungen für illegal erklärt, müsse es für Frauen auch eine Bestrafung geben, sagte er in einem Interview. Um wenig später zurückzurudern.

Nur bei wenigen Themen ist die Stimmung in den USA so aufgeladen wie bei Abtreibungen. Donald Trump denkt nun laut über Bestrafungen für Frauen nach. Um nach einem Sturm der Entrüstung zu relativieren.

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«Eine Form von Bestrafung» für Frauen nach Abtreibung

0:29 min, vom 31.3.2016

Würden Abtreibungen für illegal erklärt, müsse es für die Frauen «eine Art von Bestrafung geben», sagte der Republikaner in einem Fernsehinterview. Den Kindsvater halte er eher nicht für schuldig.

Darauf hagelte es scharfe Kritik, selbst von den Abtreibungsgegnern der Organisation «March for Live». Sich für den Schutz des Lebens auszusprechen, heisse, das Beste für eine Mutter und ihr Kind zu wollen, sagte deren Präsidentin Jeanne Mancini.

Wenig später änderte Donald Trump seine Meinung. Würden Abtreibungen illegal, sei lediglich der ausführende Arzt zu bestrafen, liess er mitteilen. Die Frau sei in diesem Fall ein Opfer.