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Neuer US-Aussenminister Wird aus dem Öl-Manager ein Staatsmann?

Der künftige Aussenminister Rex Tillerson ist bestens mit Putin befreundet. Interessenkonflikte sind vorprogrammiert.

Legende: Audio Rex Tillerson – Putin-Freund als US-Aussenminister? abspielen. Laufzeit 04:45 Minuten.
04:45 min, aus Echo der Zeit vom 11.01.2017.

Aussenpolitische Ansichten Tillersons: Der designierte US-Aussenminister sagte bei der Anhörung vor dem Senat: «Um Stabilität, Frieden und Sicherheit zu wahren, müssen die USA eine aktivere Rolle einnehmen.»

Tillerson und Russland: Ein Foto aus dem Jahr 2011 zeigt Tillerson Schulter an Schulter mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin. Tillerson lächelt ihm darauf herzlich zu. Anlass war der Abschluss eines 500-Millionen Dollar-Vertrages zwischen der US-Erdölfirma Exxon Mobil und dem russischen Staatskonzern Rosneft. Ölbohrungen in der Arktis, Sibirien und dem Schwarzen Meer sollten möglich werden.

Tillerson und die Krim-Sanktionen gegen Russland: Geopolitische Ereignisse machten Exxon-Chef Rex Tillerson allerdings einen Strich durch die Rechnung. Russland besetzte die Krim, und die USA verhängten deshalb Sanktionen gegen Moskau. Er musste den Deal auf Eis legen. Tillerson kritisierte die Sanktionen. Exxon Mobil würde davon profitieren, wenn sie aufgehoben würden. Dies sei ein Interessenkonflikt, finden Kritiker des designierten Aussenministers, auch führende Republikaner wie Marco Rubio oder John McCain.

Legende: Video Nominierter US-Aussenminister Tillerson vor Ausschuss abspielen. Laufzeit 01:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.01.2017.

Tillerson und Rosneft: Putin verlieh Tillerson vor drei Jahren den Freundschaftsorden, die höchste Auszeichnung für Ausländer. Der 64-jährige Ölfirmenchef ist nicht nur mit Putin, sondern auch mit Igor Sechin befreundet, dem Rosneft-Chef, der als rechte Hand des russischen Staatschefs gilt.

Tillerson und die neuen Sanktionen gegen Russland: Noch-Präsident Barack Obama hat in den letzten Wochen Sanktionen gegen Russland erlassen wegen der Hackerangriffe während der Wahlen. An der Anhörung vor dem Senat wollte der republikanische Senator Marco Rubo wissen, ob Tillerson Präsident Trump empfehlen würde, diese aufzuheben. Er werde das alles anschauen, sagte der Erdölmanager und zukünftige Aussenminister.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Die Frage nach dem "richtigen Staatsmann" sollten frühestens in einem Jahr gestellt werden. Seine Antworten waren zurückhaltend, er liess sich nicht in die Karten schauen. Mein pers.Eindruck, eher sehr positiv.
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  • Kommentar von Niklaus Bächler (Brücken- statt Mauerbau!)
    Wetten, dass seine Hintermänner dafür sorgen werden, dass nach seinem Ausscheiden aus der Regierung fette Gewinne zu seinen Gunsten rufen? Wer glaubt denn hier noch an den Storch! Die USA kommen vom Regen in die Traufe, welche sie selbst zu verantworten haben. Nun sind die wahren Absahner an der Macht. Alles andere zu glauben ist pure Naivität!
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Ein Gemisch von Annahmen und, Vermutungen. Der Handel zwischen der USA und RU hat unter den Sanktionen kaum gelitten. Nur Europäer sind wieder einmal die Deppen. Lukrative Geschäfte wird sich die USA kaum entgehen lassen. RU braucht Technologie für das Fördergeschäft. Die USA sind da immer noch 1. Wahl. Wenn man sich ziert, machen andere den Reibach. In der Ukraine zahlt Europa und die USA lenkt. Nulands Worte sind längst Realität.
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