WM-Ticketskandal: Whelan stellt sich

Der flüchtige Ray Whelan, leitender Angestellter bei einem Fifa-Ticketing-Vertragspartner, hat sich bei einem Gericht in Rio de Janeiro gestellt. Der Brite war seit letzten Donnerstag auf der Flucht. Er gilt als einer der Hauptverdächtigen im Skandal um illegal verkaufte WM-Tickets.

Ray Whelan

Bildlegende: Zurzeit in Haft: Ray Whelan. Reuters

Ray Whelan, Topmanager beim Fifa-Ticketing-Vertragspartner Match Services, hat sich bei einem Gericht in Rio de Janeiro gestellt. Dies berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP in Bezug auf einen Staatsanwalt in Rio.

Der 64-jährige Brite wird verdächtigt, einer elfköpfigen Ticket-Schieberbande um den Franko-Algerier Lamine Fofana Tickets aus VIP- und Hospitality-Paketen zugespielt zu haben. Whelan bestreitet die Vorwürfe.

Durch den Hinterausgang in die Freiheit

Der Brite hatte letzten Donnerstag kurz vor Eintreffen der Polizei am Copacabana Palace in Rio das Luxushotel durch den Hinterausgang verlassen. Er war so einer erneuten Verhaftung entgangen.

Am vergangenen Dienstag war Whelan bereits verhaftet worden, dann aber auf Kaution wieder frei gekommen.

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