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International Wo sind die letzten Holocaust-Verbrecher?

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum lanciert eine Plakatkampagne. Sie wollen so die letzten Nazi-Kriegsverbrecher aufspüren.

Plakat des Simon-Wiesenthal-Zentrums
Legende: Insgesamt sollen 2000 Plakate in den Grossstädten Deutschlands aufgehängt werden. ZVG

Unter dem Motto «Spät. Aber nicht zu spät! Operation Last Chance II» sollen ab Dienstag in Berlin, Hamburg und Köln Plakate hängen, teilte das Simon-Wiesenthal-Zentrum in Jerusalem mit.

Ziel der Initiative sei es, noch lebende und bisher nicht verurteilte NS-Kriegsverbrecher mit Hilfe der Bevölkerung aufzuspüren und vor Gericht zu bringen, sagte der Initiator der Kampagne, Efraim Zuroff. Für sachdienliche Informationen ist eine Belohnung von bis zu 25'000 Euro ausgesetzt.

Neuer Effort

Auslöser dafür sei die Verurteilung von Iwan Demjanjuk 2011 in München gewesen. Damit sei ein historischer Präzedenzfall geschaffen worden, der die Rechtslage erheblich verändert habe, sagte Zuroff. Seither werde wieder gegen NS-Täter ermittelt, die in Vernichtungslagern eingesetzt waren. «Es besteht die Chance, NS-Täter vor Gericht zu stellen, die bisher straffrei geblieben sind», hofft Zuroff.

Das Simon-Wiesenthal-Zentrum ist durch die weltweite Suche nach untergetauchten Nazi-Verbrechern und Kollaborateuren bekannt geworden.

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19 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-pierre simon, Nietzscheaner, Bern
    Warum auch nicht mit dem Zitat: »Wenn ich wüsste, dass ich morgen sterben werde,ich würde heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen«. Wie vielen Menschen (Juden) ist ein ganzes Leben vorenthalten worden, ohne sich schuldig gemacht zu haben. Und nicht nur dies. Sie konnten nicht mal mehr in Selbstbestimmung sich vorbereiten. Mit einer Brutalität sich über alles hinweg zu setzen, ist schon nur eine Verhaftung Beispiel einer Konsequenz, die im Holocaust angewendet wurde, um ganze Arbeit zu leisten.
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  • Kommentar von jo term, zürich
    wenn man ein Erbe in Anspruch nimmt, dann sollte man auch für die Vergangenheit bezahlen , die Ausrede von einer anderen Generation sollte nicht gelten ist auch im normalen Leben so. Also ihr Deutschen zahlt mal schön weiter.
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  • Kommentar von Hansi Dragoner, Drachenstein
    Warum werden die Plakate nur in Deutschland, nicht aber auch in Österreich ausgehängt ?. A.H. war österreichischer Migrant und es soll viele Österreicher gegeben haben, die besonders glühende Antisemiten waren. Frage mich immer wieder warum die Österreicher wenn' s darum geht immer ungeschoren bleiben. Lehnten sich zurück und mimten die Unschuldslämmer.
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    1. Antwort von jean-pierre simon, Bern
      »Lehnten sich zurück und mimten die Unschuldslämmer«. Heute noch, heute noch!!
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    2. Antwort von Alex Bauert, Bern
      Die Plakate gehören in ganz Europa aufgehängt! Speziell Polen, Ukraine, Russland - extrem antisemitische Länder! Holland nicht vergessen, denn dort gab es einen so hohen Anteil an deportierten Juden/Jüdinnen, dass er ohne Mitarbeit der Bevölkerung niemals möglich gewesen wäre. Trotz Anna Franks rührende Geschichte.
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