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International Woher Flüchtlinge nach Europa kommen

Mehr als eine Million Menschen flüchteten im Jahr 2015 nach Europa. Laut internationalen Organisationen starben dabei so viele wie noch nie seit es Aufzeichnungen gibt. Neben Syrien kamen die Flüchtlinge vor allem aus acht Ländern.

Europa steht im Zentrum der grössten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Verfolgung, Krieg und Armut haben nach Einschätzung des UNO-Flüchtlingshilfswerkes (UNHCR) allein im Jahr 2015 über eine Million Flüchtlinge nach Europa getrieben. Knapp die Hälfte davon stammt aus Syrien.
Doch auch aus Afghanistan, Irak und Eritrea fliehen grosse Zahlen an Menschen, gefolgt von Pakistan, Nigeria, Iran und Somalia.

Trotz grosser Gefahren versuchen die meisten Flüchtlinge Europa über das Mittelmeer zu erreichen. Hauptziel ist dabei Griechenland, das vor allem von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten und Asien als Tor zu Europa angesteuert wird. Fast 850'000 Menschen wählten diesen Weg. Am zweitmeisten Flüchtlinge steuern Italien an. Die Zahlen gingen aber von 170'00 im Vorjahr auf etwas mehr als 150'000 zurück.

Todesfalle Mittelmeer

Die Internationale Organisation für Migration (IOM) schlug Ende Jahr Alarm: Mindestens 3'770 Flüchtlinge starben im Jahr 2015 im Mittelmeer, mehr als in jedem anderem Jahr seit es Aufzeichnungen gibt.

Dabei zeigt sich: Am meisten Todesfälle gibt es auf den Menschenschmuggler-Routen von Nordafrika nach Europa, vornehmlich über Libyen. 77 Prozent der Flüchtlinge, die im Mittelmeer den Tod fanden, reisten über diese Routen. Die Rekord-Todeszahlen seien «schockierend und unentschuldbar», erklärte Lacy Wing, Generaldirektor der IOM.

Die Organisation erhebt seit 2013 Zahlen zu auf der Flucht verstorbene Menschen. Dazu wertet sie verschiedene Quellen aus. Vor den Berechnungen der IOM gab es keine systematischen Erhebungen. Laut der IOM-Zahlen für 2015 starben weltweit insgesamt mindestens 5'350 Menschen auf der Flucht.

7 Kommentare

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  • Kommentar von James Klausner (Harder11)
    In 25 Jahren, wenn die Babyboomer langsam unproduktiv und pflegebedürftig werden, um es ein wenig brutal zu formulieren, wird man händeringend nach Fachkräften, Arbeitern, AHV-Einzahlern, Mitmenschen, Einwohnern zu suchen beginnen. Man wird sich fragen, warum die Einwanderungswelle 2015/16 nicht intelligenter genutzt wurde um Schweizer zu machen, Warum Secondos nicht in der Schweiz gehalten wurden, warum die Durchsetzungsinitative nicht als das entlarvt wurde, was sie ist...
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Auf dieser Karte des Schreckens fehlen mir rund 170'000 "Flüchtlinge". Woher kamen wohl die? Man wird mir diese Genauigkeit als Kleinlichkeit anlasten. Bei Kosten von mindestens 20'000 Euro pro Nase (ist viel zu tief angesetzt), ergibt das aber immerhin 3.4 Milliarden. Dies ist mehr als der Betrag, den die EU der Türkei zugesprochen hat, aber nicht aufzubringen vermag!
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  • Kommentar von Rolf Künzi (Unbestimmt)
    Deutschland alleine hat nun die Millionengrenze erreicht. Und die nächste Meldung: Stolz sagen sie mit 2,6 Millionen Arbeitlosen, was 6,1% entspricht, brumme die Wirtschaft wie noch nie. Sogar 82000 Arbeitlose weniger als vor einem Jahr. Klar wenn wir die Statistik frisieren wie immer und überall und die Million Flüchtlinge nicht mit rechnen. Es geht letztlich ja um die Dummen die immer Steuern zahlen und die werden immer weniger.
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