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Staatsbesuch aus China Xi Jinpings Facebook-Seite für den Westen

Wie ähnlich sich die Schweiz und China sind, zeigt «Xi's Visit» – eine Website über die Reisen des chinesischen Präsidenten.

Comic: Xi spricht vor den Bundesräten
Legende: Gezeichnet, aber keine Satire: Xi Jinping vor dem Gesamtbundesrat, verbreitet vom chinesischen Sender CCTV. Facebook / Xi's Visit

Während soziale Medien in China strenger Zensur obliegen, unterhalten Personen um den chinesischen Präsidenten Xi Jinping eine informative Facebook-Seite für das westliche Publikum: Xi's Visit 2017, Link öffnet in einem neuen Fenster. Die Seite auf Englisch wurde von Facebook verifiziert. Unter den Posts sind zahlreiche Trouvaillen – darunter eine GIF-Animation, welche die Reise Xis in die Schweiz illustriert.

Auch ein Vergleich zwischen Bernhardiner und Panda ist zu finden, zwei Tiere, welche jeweils für die nationale Identität stehen: «Beide sind gross, herzig und werden von Menschen auf der ganzen Welt geliebt.»

Ein bisschen unterschiedlich ist der traditionelle «Hot Pot»: in der Schweiz das Käsefondue und in China der «Chongqing», eine abgeschmeckte Suppe mit Rohkost. Käsefondue werde nebst Brot mit Gemüse und Früchten verspiesen, steht da. Damit sind vermutlich die Pilzstücke im Fondue und das Essiggemüse gemeint.

Weitere Parallelen finden sich in der Verbotenen Stadt in Peking und dem Uhrenmuseum in La-Chaux-de-Fonds, die beide antike Kunstwerke beherbergen.

In beiden Ländern sind schneebedeckte Berge zu finden, stellt Xi's Visit weiter fest. Der «Mount Qomolangma» sei der höchste Berg. Dabei handelt es sich um den Mount Everest, der in Tibet liegt.

Der «Yulong Snow Mountain» und das Matterhorn wurden 2003 zu Schwester-Bergen ernannt – eine Idee der Tourismus-Branche. Es soll sich um die erste «Verschwisterung» eines chinesischen mit einem ausländischen Berg handeln.

Daneben kommen auch ernstere Themen zur Sprache, wie beispielsweise Xis Ruf nach einer gut geleiteten Globalisierung am Weltwirtschaftsforum in Davos.

Zahlreiche weitere offizielle Fotos schmücken die Website, die offenbar bei einem Besuch Xis in den USA ins Leben gerufen wurde: Das erste Profilbild wurde auf den den Besuch von 2015 zugeschnitten.

Insidernews und inoffizielle Quotes von Xi sucht man aber vergeblich. Und wer genau die Facebook-Seite bewirtschaftet, ist nicht ersichtlich. Die verlinkten Beiträge führen zumeist auf die englische Website der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua und auf Fernsehbeiträge des chinesischen Senders CGTN. Über 2,5 Millionen User haben die Facebook-Seite abonniert.

2 Kommentare

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Pandabär und Sennenhund trafen sich am WEF in Davos. Was hatten sie wohl zu diskutieren?
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  • Kommentar von Richard Gere (Richard2)
    Was passiert mit der Weltführung, China ist nicht nur Probleme für Tibeter, sondern auch der Welt. Sehr traurig zu sagen, dass die Schweiz Regierung nur am Geld glaubt. Die echte Gesicht von Xi Jingping seiht, wenn man seiner Heimat fährt und prüfen über die Wirklichkeit. wie ein Krimineller ohne Herz. Kann Frieden auf Erden herrschen und offene Augen der Menschen.
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