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Wer ist Yanis Varoufakis?
Aus 10vor10 vom 02.02.2015.
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International Yanis Varoufakis – Rebell – Ökonom – Minister

In seiner Heimat sehen viele Yanis Varoufakis als griechischen «George Clooney». In der internationalen Politik hat sich der promovierte Ökonom mit der Lederjacke den Ruf eines Diplomatenschrecks eingehandelt. «10vor10» auf den Spuren von Yanis Varoufakis.

Am Freitag hat der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis in einem beispiellosen Akt die Zusammenarbeit mit der Troika (EU-Kommission, EZB, IWF) aufgekündigt. Die Reaktionen blieben nicht aus. Jetzt sind Varoufakis und der «neue Regierungschef Alexis Tsipras auf Europatournee und bemühen sich, den griechischen Standpunkt zu erklären. Für die neue Finanzpolitik in Griechenland ist jetzt Varoufakis zuständig und er erklärt, wie er sich das vorstellt.

Der Rebell

Der griechische Finanzminister trägt keine Krawatte, dafür meist eine Lederjacke, der neue Stil der griechischen Regierung zeigt sich auch äusserlich. Er weiss sich zu inszenieren. Der 53-Jährige fährt mit seinem Motorrad ins Ministerium. Und er ruft auf seiner Internetsite dazu auf, das «fiskalische Waterboarding» Griechenlands zu stoppen: «Die Griechen trauen weder den Medien, noch den Bankern, noch den Politikern. Aber vor allem sind sie es leid, die Schuldigen der Eurokrise zu sein.»

Der Ökonom

Der griechisch-australische Doppelbürger promovierte in Essex lehrte früher an Universitäten in Grossbritannien und den USA. Zuletzt war er Chefökonom eines US-Computerspiel-Unternehmens. «Es ist klar, dass die Währungsunion nur erfolgreich sein kann, wenn alle erfolgreich sind. Der Euro kann in keinem Mitgliederland wiederrufen werden.»

Der Minister

Jetzt ist Varoufakis Minister und muss mit den EU-Partnern verhandeln. In einem Auftreten und in einer Sprache, an die sich die EU noch erst gewöhnen muss, sagt Werner van Gent, SRF-Korrespondet, der in Athen lebt. Varoufakis zeigt, dass er nicht Teil der jahrzehntelang etablierten griechischen Polit-Elite ist.

Und am vergangenen Freitag machte er medienwirksam klar, dass jetzt Schluss sei mit der Austeritätspolitik für Griechenland.

Kein Schuldenschnitt gefordert

Griechenland wird nicht mehr den Erlass von 315 Milliarden Euro Auslandsschulden fordern. Stattdessen solle die Belastung über verschiedene Umschuldungsarten tragbar gemacht werden. Griechenland will damit den Begriff «Schuldenschnitt» vermeiden, der politisch nicht akzeptiert werde, sagte Finanzminister Yanis Varoufakis der «Financial Times» (FT).

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1 Kommentar

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  • Kommentar von G. Ronsmans , Mellingen
    Allianz mit EU-Gegner (Russland), ärgeren von EU-Liebhaber (Turkei). Bestehende Elite die Tür zeigen (Troika), Verbinden mit andere hoch verschuldete Staten (Frankreich, Italien, Spanien). Sprich die Wunde Stelle der EU, Ost-West und Nord-Sud. Die Griechen wissen wie die EU tickt, ich vermute die werden erfolg haben. Könnte diese Strategie funktionieren für ein Land das wohl etwas Wirtschaftliches zu offererien hat? Beispeil der Schweiz, kann man dann doch mit der EU verhandelen?
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