Zankapfel Snowden: Washington droht Ecuador

Handelsembargo und Ölboykott: Die USA fahren schweres Geschütz gegen Ecuador auf, falls das Land den Ex-CIA-Mitarbeiter Snowden bei sich aufnehmen sollte. Das sind keine guten Perspektiven für den Whistleblower.

Schlechte Nachrichten für Ed: Die USA drohen Ecuador mit massiven Einschnitten, falls der südamerikanische Staat den flüchtigen IT-Spezialisten aufnehmen sollte.

So sehen die Konsequenzen für Quito aus: Streichung von Handelserleichterungen und Erdölembargo. Ein derartiger Schritt würde die Begünstigungen Ecuadors ernsthaft gefährden, erklärte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Robert Menendez. «Unsere Regierung wird Länder nicht für Fehlverhalten belohnen.»

Ecuador exportiert jährlich Rohöl im Wert von 5,4 Milliarden Dollar in die USA. Zudem droht der Blumenindustrie Ungemach. Die Branche beschäftigt mehr als 100'000 Menschen, vergangenes Jahr exportierte Ecuador Schnittblumen im Wert von 166 Millionen Dollar in die USA.

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Putin legt Spur zu Snowden

3:32 min, aus Tagesschau vom 25.6.2013

Neues aus Moskau

Gemäss einem russischen Rechtsexperten könnte sich Snowden auf einen längeren Aufenthalt einrichten. Sollte der 30-Jährige ein Transitvisum besitzen, könnten die russischen Behörden dies «bei aussergewöhnlichen Umständen» immer wieder verlängern, sagte der Jurist Wladislaw Kotscherin der Tageszeitung «Wedomosti».