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International Zehn Gramm pro Woche legal zum Kiffen

Die Regierung in Montevideo präzisierte nun die Voraussetzungen zum legalen Handel von Cannabis in Uruguay. Demnach können registrierte Kunden zehn Gramm pro Woche legal kaufen. Das Gramm kostet dann rund 80 Rappen.

Legende: Video Uruguay legalisiert Cannabis abspielen. Laufzeit 02:05 Minuten.
Aus Tagesschau vom 03.05.2014.

In Uruguay, wo der Handel mit Cannabis legalisiert wurde, sind Einzelheiten dazu bekanntgegeben worden. Registrierte Kunden können demnach pro Woche zehn Gramm der Droge kaufen, wie der Chef des Nationalen Drogenrats, Diego Cánepa, erklärte.

Eine Person hält eine Cannabis-Staude in der Hand.
Legende: Zehn Gramm sollen rund 8 Franken kosten. In Uruguay wurden die Einzelheiten zum Cannabis-Handel bekannt Keystone

Der offizielle Preis sei auf 20 bis 22 Pesos (75 bis 82 Rappen) pro Gramm festgesetzt worden. Angesichts eines Konsums von insgesamt 18 bis 22 Tonnen Cannabis pro Jahr sei eine Anbaufläche von höchstens zehn Hektaren nötig, sagte Cánepa.

In Kürze werde eine Ausschreibung für Produzenten gestartet. Am Ende sollen zwei bis sechs Lizenzen für den Anbau von Cannabis vergeben werden. Der Verkauf in lizenzierten Apotheken wird demnach im Dezember beginnen.

Uruguays Präsident José Mujica hatte das umstrittene Gesetz zur Legalisierung der Droge Ende Dezember unterzeichnet. Demnach dürfen registrierte Konsumenten, die älter als 18 Jahre sind, künftig auch Cannabispflanzen zum Eigenverbrauch anbauen.

Staatliches Monopol

Bislang war in dem kleinen lateinamerikanischen Land lediglich der Konsum von Marihuana, nicht aber der Verkauf erlaubt. Der Schwarzmarkt blühte.
Das neue Gesetz räumt dem Staat das Recht auf «Kontrolle und Regulierung von Import, Export, Anbau, Ernte, Produktion, Erwerb, Lagerung und kommerziellen Vertrieb von Cannabis und seinen Nebenprodukten» ein.

Nach Angaben des Nationalen Drogenrats konsumieren 128'000 der 3,2 Millionen Uruguayer regelmässig Cannabis, jeder sechste davon täglich.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Na so jeden Abend einen joint rauchen.. 10 gram.. ergibt mormalerweise etwa 30 joints, je nach Qualitaet.. so ist man billigst reichlich bedient... und hat nicht die Probleme wie beim Alkohol... (Muskelkraempfe, Entwaesserung, Kopfweh.. leere (Familien)-Kasse etc..)....ach so, billigster Canabis geht nicht in der CH.. wegen der Alkoholsteuer!!!!
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Wer kann wem was verbieten? Zeigt uns das nicht auf, wie kontrollbesessen viele Menschen doch sind? Schlussendlich geht es doch nur darum, Macht und Kontrolle auszuüben. Alles dreht sich mehr oder weniger darum. Davon sind wir alle betroffen, es steckt in unseren Genen. Aber ein aufgeklärter Mensch sollte sich selber hinterfragen und erkennen, wo seine Fehler liegen. Nämlich darin, Anderen seinen Mist aufzubrummen! Darum: weniger Verbote, mehr Leben in Eigenverantwortung! Wer will mit Cannabis!
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  • Kommentar von Jens Brügger, Schaffhausen
    Ein Land mehr das umdenkt. Man sollte vielleicht bei uns auch mal vom Irrglauben abkommen, eine Pflanze als illegal zu erklären. Ich als Biologe finde das total lächerlich. Darum ist es gut, dass so ein Verbot von sehr vielen Menschen in der Schweiz nicht beachtet wird.
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Einverstanden mit Ihrer Argumentation. Cannabis wie es in der Natur wächst, ist wohl kein Problem. Aber die hochgezüchteten Pflanzen voller THC und den Folgeprodukten wie Hash haben damit kaum mehr etwas zu tun. Sie sind eine Droge und werden immer wie härter - das ist eine Tatsache und nicht zu verharmlosen.
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    2. Antwort von bart wakker, zuerich
      @Dreier: ob die Pflanze etwas mehr oder weniger THC enthällt spielt kaum eine Rolle. Man raucht/isst halt etwas mehr oder weniger. Hashish ist sowieso immer THC konzentrat und enhällt immer etwa 30-40% THC. Auch vor 40 Jahren schon, aber es wird halt immer viel gelogen wenn es um das ideologisch beladene Hanf geht. Je mehr THC, desto weniger muss man rauchen, desto weniger ungesund. Die Sorge um mehr THC ist unbegründet und beruht auf unwissen.
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    3. Antwort von Tom Duran, Basel
      Herr Dreier, haben Sie schon mal so ein Folgeprodukt "Hash" geraucht? Hasch ist lediglich das Harz der Pflanzen, egal wie potent die sind. Das gab es schon immer. Nur so zur Aufklärung. Klar, es gibt starke Ware. Und jeder der am Morgen schon davon raucht, ist ein Depp. Schauen wir doch mal zum Alkohol, Schnaps. Es gibt mehr Alkoholiker die schon am Morgen davon trinken! Verbietet man deshalb den starken Alkohol? Dito bei den Kiffern, schwarze Schafe gibt es immer. Aber wegen denen ein Verbot?
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    4. Antwort von Jens Brügger, Schaffhausen
      Der hohe THC-Gehalt einiger Züchtungen ist doch nicht das Problem. Nur wenn man nicht weiss, was man genau raucht. Es gibt auch 80% Alk, aber wer trinkt das schon freiwillig. Wenn jeder selber seine Pflanzen anbauen und züchten könnte, dann weiss man auch was man bekommt. Dabei sehe ich das " Problem" vorallem darin, das man Cannabis unverarbeitet konsumieren kann (nicht wie Alk) und sich dadurch weniger Geld scheffeln lässt. Wenns kommerziell zu teuer ist, baut sichs jeder eben selber an
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