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International Zehntausende an Benedikts Angelus-Gebet

Gewaltiger Aufmarsch am vorletzten Angelus-Gebet von Benedikt XVI. Unter dem Jubel und Applaus von zehntausenden Gläubigen trat der Papst an das Fenster seines Arbeitszimmers und segnete die Pilger.

Legende: Video Grosser Andrang am Angelus-Gebet abspielen. Laufzeit 00:31 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 17.02.2013.

«Danke, dass ihr so zahlreich erschienen seid», sagte er nach dem Gebet. «Auch das ist ein Zeichen der Zuneigung und der geistigen Nähe, die ihr mir in diesen Tagen zeigt.»

Die katholische Kirche und ihre Mitglieder rief er zur Erneuerung auf. Kirche und Gläubige sollten «sich neu Gott zuwenden, um Hochmut und Egoismus zu begegnen», sagte Benedikt. Dies bedeute einen «spirituellen Kampf, weil der Geist des Bösen versucht, uns vom Weg zu Gott abzubringen», sagte Benedikt.

«In den entscheidenden Momenten im Leben, im Grunde genommen sogar in jedem Moment, stehen wir am Scheideweg: Wollen wir dem Ich folgen oder Gott?», sagte Benedikt in einer kurzen Ansprache: «den individuellen Interessen oder dem wirklich Guten?»

Mehr Teilnehmer als sonst

Viele der Gläubigen hatten Transparente dabei und feierten den Papst mit «Benedetto»-Rufen. Auch Roms Bürgermeister Gianni Alemanno und der Gemeinderat nahmen am Gebet teil.

Rund 1000 Sicherheitskräfte und etwa 200 Freiwillige sicherten den Platz ab. Die Strassen rund um den Petersplatz wurden für den Verkehr gesperrt, zusätzliche öffentliche Verkehrsmittel waren im Einsatz. Normalerweise kommen jeden Sonntag einige tausend Gläubige zum traditionellen Angelus-Gebet mit dem Papst.

Das Angelus-Gebet wird in der katholischen Kirche dreimal am Tag – morgens, mittags und abends – gesprochen. Angelus ist das lateinische Wort für Engel. Das Gebet erinnert daran, wie der Erzengel Gabriel Maria die Geburt Jesu verkündigte, und fasst das Leben Jesu kurz zusammen. Der Papst betet das Angelus traditionell jeden Sonntag um 12 Uhr.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    "Wollen wir dem Ich folgen oder Gott? Den individuellen Interessen oder dem wirklich Guten?" Ein Widerspruch in sich! Wo ist da der Unterschied? Die Kirche lehrt die Allgegenwart Gottes: "Gott ist überall, im Himmel und auf Erden" lernen schon die Kleinen im Religionsunterricht. Weshalb also soll nicht jeder seinem Ich, seiner inneren Stimme folgen, wieso sollten individuelle Interessen nicht auch wirklich gut sein?
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