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International Zehntausende kämpfen gegen Hungerlöhne

90 Franken Monatslohn, das fordern die Textilarbeiter in Bangladesch. Zehntausende sind mit dieser Forderung in Dhaka auf die Strasse gegangen. Dabei kam es auch zu Ausschreitungen.

Tausende Demonstranten in Bangladesch.
Legende: Seit einem verheerenden Brand im April in einer Textilfabrik reissen die Proteste nicht mehr ab. Reuters

Bangladesch ist nach China weltweit zweitgrösster Produzent von Textilien. Das Zentrum der Produktion befindet sich in Dhaka. Zu Tiefstlöhnen werden Textilien für den Weltmarkt hergestellt. Die Beschäftigten bekommen zum Teil umgerechnet knapp 36 Franken im Monat. Damit soll nun Schluss sein.

Zehntausende Textilarbeiter demonstrierten in Dhaka für einen Mindestlohn von umgerechnet rund 90 Franken pro Monat. Insgesamt beteiligten sich am Sonntag laut dem örtlichen Polizeichef rund 30'000 Menschen an den zahlreichen Kundgebungen. Mehr als hundert Fabriken, die Kleidung für westliche Konzerne produzieren, mussten für den Tag schliessen.

Dabei kam es zu Zusammenstössen mit der Polizei. Mindestens 50 Menschen wurden nach Polizeiangaben verletzt, darunter auch mehrere Sicherheitsbeamte.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Fasten Opfer, Luzern
    90 Franken statt 36, dass sind 54 Franken mehr. oder bei 22 Arbeitstagen 2.45 Franken pro Tag. Pro Kleidungsstück sind dies nur einige Rappen! Dass Kleidungs-Produzenten diesen minimalen Aufpreis (oder sogar noch etwas mehr?) nicht schon längst freiwillig bezahlen, ist beschämend! Für uns Konsumierende ist dies KEIN spürbarer Unterschied. Hoffen wir, dass die ArbeiterInnen zu diesem längst einzuhaltenden Recht kommen und Mut fassen, weitere Verbesserungen ihrer Arbeitssituation einzufordern.
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