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Gegen Rassismus und Hass Zehntausende setzen in Boston ein Zeichen

Legende: Video Tausende demonstrieren in Boston gegen Rassismus abspielen. Laufzeit 1:27 Minuten.
Vom 19.08.2017.
  • Rund 40'000 Personen sind laut Polizeiangaben in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts gegen Rassismus und Hass auf die Strasse gegangen.
  • Die Demonstration richtete sich zugleich gegen eine Kundgebung für freie Meinungsäusserung, bei der rechte Redner auftreten sollten.
  • Die Polizei war mit 500 Beamten präsent. Vereinzelt kam es zu Rangeleien mit Demonstranten, einige Kundgebungsteilnehmer bewarfen Polizisten mit Flaschen und Steinen. 27 Menschen wurden festgenommen.
  • Der US-Präsident lobte die zehntausenden Protestierenden via Twitter.

Trump «applaudiert» dem Engagement gegen Hass:

Eine Woche nach der Eskalation der Gewalt in der US-Stadt Charlottesville haben in Boston zehntausende Menschen gegen Rassismus und Hass demonstriert. Die Polizei in der Stadt im Bundesstaat Massachusetts schätzte die Teilnehmerzahl der antirassistischen Kundgebung auf 40'000.

Zugleich fand in einem nahe gelegenen Park eine Demonstration für freie Meinungsäusserung statt. Die Kundgebung war schon vor den Vorfällen in Charlottesville geplant gewesen, auch haben sich die Organisatoren von der dortigen Gewalt distanziert.

Furcht vor Auftritt von Rechtsextremen

Aber nach Medienberichten standen auf der Rednerliste mehrere Personen, die mit Rechtsextremismus in Verbindung gebracht werden. Zudem wurde befürchtet, dass sich zahlreiche Rechtsextreme an der Veranstaltung beteiligen könnten.

Die Veranstalter selber – eine Gruppe namens «Boston Free Speech Coalition» – beschreiben sich als «eine Koalition von Libertären, Progressiven, Konservativen und Unabhängigen». Ziel sei es, einen «friedlichen und offenen Dialog über die Bedeutung des Rechts auf freie Meinungsäusserung und die Bedrohung dieses Rechts» zu führen.

Daher hatte die Stadt vorsichtshalber hunderte Polizisten aufgeboten, um eine etwaige Wiederholung der Szenen von Charlottesville zu verhindern. Dort war am Ende eine Frau getötet worden, als ein mutmasslicher Rechtsextremist sein Auto in eine Gruppe von Gegendemonstranten steuerte.

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81 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Grossrieder (View)
    Rosarote- oder Regenbogen Fahnen wuerden in einer linken Demo kaum auffallen; Nazi Fahnen haben es in sich das weiss wohl jeder, auch die Linken. In einer Zeit wo man dem Presidenten Kontackte mit Russland unterstellt, muss man sich auch fragen ob alle Fahnentraeger wirklich radikale Rechte sind; oder ob diese Fahnen nicht auch manchmal als Mittel zum Zweck dienen. Alles moeglich in der US Politik von heute. Die Linken sind auch da link, die Rechten auch eher recht.
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  • Kommentar von Jacqueline Zwahlen (Jacqueline Zwahlen)
    Und in Berlin prügelten sich gestern Nazis und Antifas. Wie kommt es eigentlich, dass in D Nazis aufmarschieren und ihre Banner vor sich hertragen dürfen? Mit Slogans wie: Wir bereuen nichts! Für die Begründung der USA zur Ablehnung des von Russland letztes Jahr eingebrachten UN-Resolutionsentwurfs gegen die Glorifizierung des Nazitums und gegen Rassismus wurden die Persönlichkeitsrechte bedient. Internet-Zensur und Nazimärsche - wie geht das zusammen? Analyse und öffentlicher Diskurs, bitte.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    "Wir alle sollten gegen Trump auf die Strasse gehen, weltweit". Da fehlt dann als nächster Schritt nur noch der Aufruf zur Gewalt bei den medial derart hochgeschaukelten Bürgern. Wobei mir scheint, dass wir bei uns doch ganz anderen Problemen prioritär zu widmen hätten.
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (sensus communis)
      Es gibt Dinge im Leben, die sollte man in einem grössere Zusammenhang sehen können. Trump gehört zu diesem grösseren Zusammenhang. Die Gefahr, dass man sich nur gerade um diejenigen Problemchen vor seiner eigenen Haustüre kümmert, ist latent vorhanden und so schön bequem. Dann ist man überrascht, wenn uns die zitierten grösseren Probleme auf einmal einholen. Grösser denken öffnet auch den Horizont für das Kleine..
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    2. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @NB: Ganz genau, dies mit den Zusammenhängen. So ist Trump der 1. Präsident seit Reagan und eine der wenigen in Washington, der mit Russland die Entspannung sucht. Unter Obama ist die Gefahr eines heissen, wenn nicht atomar geführten Krieg stark gestiegen und ohne Trump würde es so ungebremst weitergehen.
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    3. Antwort von Niklaus Bächler (sensus communis)
      Aha, Hans Bernoulli, und weil er die Entspannung sucht, hat er jetzt schon vorsorglich mal einen Wirtschaftskrieg angezettelt, Sanktionen verhängt & verbal aufgerüstet. Sagen sie mir jetzt nicht, er wollte das alles nicht und der Senat/Repräsentantenhaus hätten ihn dazu gezwungen...
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    4. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      @ NB: Wer hat sich für die neuen Sanktionen ausgesprochen und Trump in seiner Entspannungspolitik zur RF verhindert?
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    5. Antwort von Niklaus Bächler (sensus communis)
      Nun,die Tatsachen holen uns rasch ein W.Christmann.Gestern haben Neo-Nazis in Spandau D den Todestag von Hess «gefeiert».Und schon ist die «Nazibruderschaft» vor unserer Haustüre!So schnell geht das.Und weil wir in der Gesellschaft nicht genug gegen solche Idioten vorgehen & sie sogar gewähren lassen,sah sich Berlins Innensenator zu folgender Aussage genötigt: «Die "freiheitlich-demokratische Grundordnung" gelte "leider auch für Arschlöcher".» Ist es das, was sie wollen, W. Christmann?
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