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International Zentralamerika: Gewalt gegen Kinder nimmt zu

Das Kinderhilfswerk der Uno zeigt sich besorgt gegenüber der wachsenden Gewalt gegen Kinder in El Salvador. Auch das Nachbarland Honduras erlebt derzeit eine Welle der Gewalt gegen Kinder und Jugendliche.

Ein Kinde schaut durch einen Zaun.
Legende: Ein Kind in einem Armenviertel in der Stadt San Salvador. Reuters

Die Gewalt an Kindern hat in El Salvador besorgniserregend zugenommen. Das hat das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef mitgeteilt. Demnach sind zwischen 2005 und 2013 in dem mittelamerikanischen Land rund 6300 Kinder und Jugendliche getötet worden.

«Der Mord an einem Kind ist empörend und wirft das Land in seinem Streben nach Frieden und sozialem Zusammenhalt zurück», sagte der örtliche Unicef-Vertreter. 2013 hätten Kindesmisshandlungen in El Salvador im Vergleich zum Vorjahr um 78 Prozent zugenommen. Zudem seien 38 Prozent mehr sexuelle Übergriffe zur Anzeige gekommen.

Auch Honduras ist betroffen

Laut der Organisation ist aber nicht nur El Salvador betroffen. Das Nachbarland Honduras erlebt derzeit eine Welle der Gewalt gegen Kinder. In San Pedro Sula, eine Hochburg von Banden, wird derzeit der Mord an acht Minderjährigen untersucht. Die Opfer wollten sich offenbar nicht einer der einflussreichen Jugendgangs anschliessen.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Mir liegen zwar keine Zahlen vor, aber das die Unicef Guatemala nicht nennt, verwundert etwas. Es geht wohl nur um den Anstieg und nicht den erreichten Status Quo. Die Gewalt an Kindern ist auch hier haarsträubend. Keine Tagesnachrichten ohne Fälle von Misshandlungen und sexuellen Übergriffen. Zweites erlebt zum Glück einen Tabubruch und wird zunehmend angezeigt. Auch Interfamiliär. Trotzdem, die Dunkelziffer zu hoch. Zur Jugendgewalt: Die Maras (Banden) sind auch hier ein Riesen Problem.
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  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Eigentlich ist das ja komischen. Sagt man doch immer dass die Mittelamerikaner so friedliche, fröhliche + freundliche Menschen seien. Ich hoffe nicht aber befürchte, dass dies mit den vielen Drogen zusammenhängt die überall erhältlich sind. Das könnte bei uns bei der Legalisierung von Drogen auch noch schlimmer werden. Es ist ja bereits am viel schlimmer werden. Wenn man Drogen nimmt hat man eine völlig andere Wahrnehmung und ist nicht mehr der gleiche Mensch, nur merkt man das eben nicht mehr.
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
      Droge Nr. 1 in Zentralamerika ist und bleibt der Alkohol. Ein Anstieg beim Konsum von Marihuana und Kokain, kaum Heroin, ebenfalls Faktum. Dies trotz restriktivster (US diktierter) Drogenpolitik und drakonischen Strafen. Wer mit kleinsten Mengen davon erwischt wird, geht ohne wenn und aber in den Knast. Aber kein Knast im europäischen Sinn, sondern die Hölle. Die Behörden sind machtlos. Die wahren Wurzeln des Übels: Wo fehlende Bildung und Armut, ist auch Gewalt und Missbrauch nicht weit.
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  • Kommentar von A.Käser, Zürich
    Soll sich die Katholische Kirche darum kümmern.Die predigen ja,dass das Leben grundsätzlich"wertvoll"ist.Ungeachtet der Umstände.Nicht Verhüten und"Kinderlein kommet"auf "Teufel komm raus". Vielleicht handelt es sich bei diesen Kindern um reinkarnierte "Heilsverkünder" die nun ihre eigenen Theorien und Lehren in real life 1:1 am eigenen Leib erfahren dürfen.Möglicherweise geht es vielen hoffnungslos "Leidenden" auf unserem Planeten ebenso.Alles was Du Deinem Nächsten antust hast Du Dir angetan.
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