Zeugen für Abschuss von MH17 gesucht

Mehrere Monate nach dem mutmasslichen Abschuss eines malaysischen Passagier-Flugzeuges über der Ostukraine suchen die Ermittler nun Zeugen. Der Zeugenaufruf wurde im Internet verbreitet.

Personen stehen auf brennenden Trümmern eines Flugzeuges.

Bildlegende: Der Absturz des Airbus der Malaysia Airlines vom 17. Juli letzten Jahres soll aufgeklärt werden. Keystone/Archiv

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Ermittler publizieren Zeugenaufruf

12 min, vom 31.3.2015

Das internationale Ermittlerteam zum Absturz von Flug MH17 hat Zeugen für den möglichen Abschuss der Maschine mit einer Boden-Luft-Rakete über der Ostukraine aufgerufen, sich zu melden. In einem international verbreiteten Video werden Bilder vom Transport eines Buk-Raketensystems in den Tagen um den Absturz vom 17. Juli 2014 gezeigt.

Bei dem Absturz der Maschine der Malaysia Airlines waren alle 298 Menschen an Bord getötet worden. Die meisten waren Niederländer. Die Ermittler gehen davon aus, dass die Maschine von einer Rakete abgeschossen wurde.

Ermittler vermuten einen Abschuss durch Buk-Rakete

Der Zeugenaufruf heisse jedoch nicht, dass dies bereits eindeutig feststehe, erklärte die leitende Staatsanwaltschaft in Rotterdam. «Dafür sind mehr Untersuchungen notwendig.» Die Niederlande leiten die internationalen strafrechtlichen Ermittlungen.

Auf dem fast zwölf Minuten dauernden Video sind Bilder von einem Tieflader zu sehen, der ein Buk-Raketensystem durch die Ostukraine fährt. Auch sind abgehörte Telefongespräche der von den Russen unterstützten Separatisten zu hören. Die russischen Gespräche sind mit englischen Untertiteln versehen.

Der Zeugenaufruf wurde über mehrere Websites von Polizei- und Justizbehörden sowie den Videokanal Youtube verbreitet.