Zwei Jahre nach Utöya kommt die Jugend wieder zusammen

Zwei Jahre nach dem Anschlag des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik hat die Parteijugend der norwegischen Sozialdemokraten wieder ein Sommerlager eröffnet. An dem See, in dem die Insel des Anschlags liegt.

Zelte im Lager.

Bildlegende: Nach zwei Jahren geht es wieder ums normale Lagerleben. Keystone

Am 22. Juli 2011 hatte der Rechtsextremist Anders Behring Breivik nach einem Bombenanschlag in Oslo das Sommerlager auf der Insel Utöya angegriffen und 69 Menschen getötet. Im vergangenen Jahr war das Parteijugendtreffen ausgefallen.

Grosser Andrang

«Wir sind stolz, das ist für uns ein wichtiger Schritt», sagte der Vorsitzende der Organisation. «Die Menschen bauen ihre Zelte auf und freuen sich, dass es losgeht.» In diesem Jahr findet es wieder statt, aber nicht auf Utöya, sondern in der kleinen Ortschaft Gulsrud an dem See, in dem Utöya liegt. Der Andrang ist gross. Vor zwei Jahren hatten sich 560 junge Menschen angemeldet, nun waren es nach Angaben der Veranstalter 800.

Breivik hatte seine Tat als Protest gegen den Multikulturalismus gedeutet. Vor einem Jahr war er zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt worden, der Höchststrafe in Norwegen.