Kampf gegen IS in Rakka Zwei Löcher in der Mauer – Anti-IS-Miliz dringt in Altstadt ein

Neben Mossul im Irak ist Rakka in Syrien die wichtigste Stadt des IS. Seit 2014 herrschen dort die Extremisten.

Kurdische Kämpfer stürmen in Rakka voran.

Bildlegende: Das Bündnis wird von den kurdischen Volkschutzeinheiten YPG angeführt. Ihm gehören aber auch arabische Kämpfer an. Reuters

  • Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) sind in die Altstadt von Rakka vorgedrungen.
  • Man habe die Verteidigungslinie des IS überwinden können, weil die Koalition zwei Löcher in die Stadtmauer habe feuern können, je 25 Meter breit.
  • Die USA betonen, man wolle den Rest der zweieinhalb Kilometer langen historischen Stadtmauer erhalten.

Seit acht Monaten schon kämpfen die SDF mit Hilfe der USA gegen die Terrormiliz IS um die Stadt Rakka. Zuletzt stockte die Befreiung der Stadt, weil die SDF-Milizen in der Altstadt auf erbitterten Widerstand stiessen. Nun ist der Koalition nach eigenen Angaben ein Durchbruch gelungen.

Noch am vergangenen Donnerstag hatten die SDF-Kämpfer dem IS den letzten Fluchtweg aus der Stadt abgeschnitten, die Extremisten sind in der Stadt eingeschlossen.

Mit dem Rücken zur Wand

Die Terrormiliz steht drei Jahre nach der Verkündung ihres Kalifats in Syrien und dem Irak militärisch mit dem Rücken zur Wand. In der einstigen Hochburg Mossul wird nur noch ein kleiner Teil von den Dschihadisten kontrolliert.

Zudem hat sich die Terrormiliz komplett aus der syrischen Provinz Aleppo zurückgezogen. Der IS habe sich zuletzt aus 17 Städten und Dörfern zurückgezogen und sei nun nirgendwo mehr in Aleppo präsent, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die Angaben wurden aus einer syrischen Militärquelle bestätigt.