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International Zwei Tibeter sterben durch Selbstverbrennung

Es ist ein drastisches Mittel, um gegen Chinas Politik zu demonstrieren – die Selbstverbrennung. Vor einem Kloster im Südwesten Chinas steckten sich zwei Mönche in Brand.

Menschen protestieren gegen Chinas Politik.
Legende: Seit 2009 haben sich weit über Hundert Tibeter angezündet. Reuters

Seit Jahrzehnten fühlen sich die Tibeter von den Chinesen unterdrückt. Ihre Wut drücken manche damit aus, indem sie sich selbst verbrennen. Etwa 120 Tibeter griffen seit 2009 zu diesem drastischen Mittel. Am Mittwoch steckten sich zwei Mönche im Alter von 20 und 23 Jahren vor einem Kloster in der südwestchinesischen Provinz Sichuan in Brand. Das berichtete die in London ansässige Organisation Free Tibet und der US-Sender Radio Free Asia.

China macht den Dalai Lama und die exiltibetische Gemeinde für die Selbstverbrennungen verantwortlich. Der Dalai Lama, vergangene Woche in Bern darauf angesprochen, sagte: «Das macht mich traurig.» Er bezweifelt aber die Wirksamkeit solcher Akte, die Politik Chinas werde sich dadurch nicht ändern.

Legende: Video Dalai Lama im Interview mit der Tagesschau abspielen. Laufzeit 13:43 Minuten.
Aus News-Clip vom 12.04.2013.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Silvia Pfenniger, Bern
    Wenn der Dalai Lama sich nicht bloss halbbatzig in Bern gegen die Selbstverbrennungen äussern würde, sondern dies deutlich als Tibeter-Guru gegenüber den Gläubigen und seinen Mönchen vertreten würde, gäbe es keine Selbstverbrennungen mehr. Aber diese schreckliche Werbung gegen China wird leider nach wie vor von Mönchen und vermutlich auch dem Dalai Lama geschätzt.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Ich gebe Ihnen Recht - und für einmal gebe ich auch der chinesischen Regierung Recht. Der "göttliche" Dalai Lama hätte die moralische Pflicht, genauso wie dazumal Mahatma Gandhi ein klares Machtwort zu sprechen. Gewaltfreier Widerstand ja - aber eben auch ohne Gewalt gegen den eigenen Körper, um glaubwürdig zu bleiben. Das Selbstverbrennen ist leider eine buddhistische "Tradition" (z.B. damals auch im Vietnamkrieg), aber sie bringt die tibetische Sache um KEINEN Schritt weiter.
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