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International Zwei Tote nach Amoklauf an US-Schule

Ein Jugendlicher Amokläufer an einer High School in den USA hat einen Mitschüler erschossen und vier weitere schwer verletzt. Dann tötete er sich nach Angaben der Polizei selbst.

Ein Polizeioffizier und ein paar Jugendliche.
Legende: In der Nähe von Seattle kam es am Freitagvormittag (Ortszeit) an einer Schule zu einem Amoklauf. Reuters

Ein Teenager in Seattle hat an einer High School einen Mitschüler erschossen und vier weitere schwer verletzt. Die Hintergründe für den Amoklauf sowie die Motive des Täters liegen gemäss Polizei noch völlig im Dunklen.

Mitschüler berichten, der etwa 14-Jährige sei beliebt gewesen. Unklar ist, ob er die Schüsse in der Schulkantine gezielt abgab, oder ob er wild um sich schoss.

Vier Schwerverletzte

Das Blutbad ereignete sich an der High Scholl von Marysville nördlich von Seattle am Freitagvormittag (Ortszeit).

«Ich sah drei Schüler unter den Tisch fallen», berichtete ein junger Augenzeuge dem TV-Sender CNN. «Ich habe mich dann selbst unter dem Tisch versteckt», sagte er weiter. Dann habe der Schüler seinen Revolver nachladen müssen. «Da bin ich weggerannt.»

Vier schwer verletzte Jugendliche wurden in ein Spital gebracht. Drei hätten Kopfwunden und seien notoperiert worden, berichteten Ärzte. Sie befänden sich in kritischem Zustand. Ein weiterer Schüler habe Schusswunden im Mundbereich gehabt.

Ich weiss nichts über ein Motiv.
Autor: Robb Lamoureux in MarysvillePolizeioffizier

«Der Schütze starb an Schusswunden, die er sich selbst zugefügt hat», sagte Polizeioffizier Robb Lamoureux in Marysville vor Journalisten. «Der Schütze war ein Schüler», sagte er weiter. Der Polizist wollte zunächst keine weitere Einzelheiten bekanntgeben. «Ich weiss nichts über ein Motiv.»

Mitschüler des Täters beschrieben den Täter als einen Jungen, der nett und bei seinen Kameraden beliebt gewesen sein. Er habe auch in der Football-Mannschaft der Schule gespielt, berichten sie im Fernsehen.

Strengere Waffenkontrolle chancenlos

TV-Sender zeigten Bilder von Schülern, die nach den Schüssen aus dem Gebäude rannten oder von der Polizei ins Freie geführt wurden. Einige berichteten, sie hätten zuerst gedacht, es handle sich um eine Übung für einen Brandfall in der Schule.

In den USA kommt es immer wieder zu Amokläufen von Schülern. An einer Grundschule in Newtown in Connecticut Ende 2012 erschoss ein ehemaliger Schüler 20 Kinder und acht Erwachsene und sich selbst. Anläufe der Regierung zu schärferen Waffengesetzen sind bisher stets am Widerstand der Waffenlobby gescheitert.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Treichler, Honolulu
    Eddy Dreyer: Mordrate USA 4.7 pro 100,000, Russian Federation 11 pro 100,000. Wo ich wohne 2.1 pro 100,000. Lesen Sie keine Propaganda aus Moskau.
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  • Kommentar von Lionel Peer, Kreuzlingen
    Schlimme Sache, doch in einem Land in dem 14 jährigen der Umgang mit Waffen gelehrt wird und eine Waffe zu organisieren leichter ist als Alkohol zu kaufen verwundert es doch ziemlich wenig, dass es bereuts wieder geschehen ist.
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  • Kommentar von Rolf Künzi, winterthur
    Die Menschen fürchten sich vor sogenannten Killerbienen. Wieviele waren es nur noch in ganz Amerika,18 Tote in all der Zeit. Warum werden die Mütter eigentlich nicht hysterisch wenn sie einem Schüler die Hand geben. Feindbilder entstehen immer im Kopf und haben nie etwas mit der Realität zu tun. Die Killerbiene ist die genügsamste Biene auf der Welt die sehr zäh ist. Zum Glück ist sie kein Ami. Sonst sähen sie überall nur Feinde. Paranoide Bienen, nein danke. Gesunder Menschenverstand, ja gerne.
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