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International Zwei türkische Soldaten bei Anschlag getötet

Die türkischen Streitkräfte machen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK für das Attentat verantwortlich. Der Vorfall hat sich im kurdisch geprägten Südosten der Türkei ereignet. Die USA hat Ankara derweil im Kampf gegen den Terror den Rücken gestärkt. Die EU ist anderer Meinung.

Legende: Video PKK-Angriff auf türkischen Militärkonvoi abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 26.07.2015.

Zwei Soldaten sind bei einem Sprengstoffanschlag auf einen Konvoi im kurdisch geprägten Südosten der Türkei getötet worden. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden, hiess es in einer Mitteilung der türkischen Armee.

Eine Karte zeigt die Provinz Diyarbakir im Südosten der Türkei an.
Legende: Die Luftangriffe der türkischen Armee gegen Stellungen des IS und der PKK wurden von Diyarbakir aus gestartet. SRF

Die türkischen Streitkräfte wiesen die Verantwortung für das Attentat der verbotenen kurdische Arbeiterpartei PKK zu. Die PKK bekannte sich zunächst nicht zu der Tat.

In Diyarbakir befindet sich auch die militärische Basis, von der aus die türkische Armee ihre Luftangriffe gegen Stellungen der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien und jene der PKK im Nordirak ausführt.

Auseinandersetzungen mit PKK

Legende: Video Demonstranten verurteilen Angriffe auf PKK abspielen. Laufzeit 1:06 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.07.2015.

In der Nacht auf Sonntag kam es zu mehreren Vorfällen – vor allem im Südosten der Türkei. In Cizre wurde bei Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und PKK-Anhängern ein 23-Jähriger tödlich von einer Kugel getroffen, wie der Sender CNN Türk berichtete.

Die Nachrichtenagentur DHA meldete, im Istanbuler Viertel Okmeydani hätten Unbekannte auf die Einsatzpolizei geschossen und zwei Beamte und einen Passanten verletzt. In Ankara und Paris kam es zu Protesten von Kurden gegen die türkische Regierung.

USA und EU reagieren unterschiedlich

Nach den Angriffen gegen den IS und die PKK-Rebellen haben die USA der Türkei den Rücken gestärkt. Ankara habe das «Recht», gegen «terroristische Ziele» vorzugehen, sagte Ben Rhodes, Vize-Sicherheitsberater des US-Präsidenten.

Die EU ermahnte die Türkei hingegen, den Friedensprozess mit den Kurden fortzuführen. «Jede Handlung sollte das Risiko vermeiden, die Waffenruhe und den kurdischen Friedensprozess zu gefährden», schrieb die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini in einer Erklärung.

Waffenstillstand beendet

Die PKK warf der Türkei nach den Luftangriffen vor, damit die seit 2013 weitgehend eingehaltene Waffenruhe gebrochen zu haben. Angesichts des schweren Bombardements sei der Waffenstillstand nicht mehr von Bedeutung, hiess es in einer Erklärung.

Nato-Treffen

Das Logo der Nato mit der Kompassnadel

Die Türkei hat die Nato aufgefordert, sofort ein ausserordentliches Rats-Treffen der 28 Nato-Botschafter einzuberufen. Dabei solle über die Situation nach den Terroranschlägen und den Militäraktionen in den Nachbarstaaten Syrien und Irak beraten werden, teilte das türkische Aussenministerium mit. Das Treffen findet laut der Nato am Dienstag statt.

11 Kommentare

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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Es ist ein Verbrechen, zwei türkische Soldaten zu ermorden, aber dieses Verbrechen rechtfertigt keinen Krieg gegen Syrien. Der IS wird nicht wirklich bekämpft - vielmehr geht es um die Auslöschung des Assad-Regimes, der die Kurden unterstützt. Wenn Assad aber fällt, dann rückt der IS als stärkste kraft im Land nach - und dann würden erst Recht alle Minderheiten, allen voran die Christen, verfolgt, vertrieben oder ermordet.
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    1. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      Nein, m.mitulla, Asad ist kein Freund der Kurden! In diesem "Haifischbecken" ist sich jeder selbst der Nächste. Aber ich stimme Ihnen zu, dass auf keinen Fall der IS die Oberhand gewinnen darf. Die USA zusammen mit den Kurden sind der beste Garant für die Verhinderung dieses Schreckensszenarios! Russland sollte ihnen tatkräftig helfen, das wäre besser, als weiter auf diesen Diktator zu setzen!
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    2. Antwort von Felix Buchmann, Bättwil
      P.S. ....einen Diktator notabene, der schon längst die Kontrolle über weite Teile des Landes verloren hat, der also sogar, wenn er dies wollte, nicht mehr als als Beschützer auftreten könnte. Gekämpft wird sogar in den Vororten von Damaskus.
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  • Kommentar von Harald Girschweiler, 9500 Wil SG
    Ich staune über die vielen Kommentare, welche völlig an dem Bericht v. SRF vorbeigehen. Es geht um den betriebenen Staatsterrrorismus der TK gegenüber den Kurden! Die Kurden werden in Zukunft den Türken nie mehr trauen u. umso stärker für ein unabhängiges Kurdistan kämpfen. Was können Menschen wie ich tun: Keine türk. Produkte mehr kaufen, wie Nüsse, Pilze, Pistazien, Textilien etc. anstatt in die TK nach GR in die Ferien fahren. (Mache ich schon seit Jahren!)
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  • Kommentar von Rolf,Künzi, Winterthur
    Ist der Anschlag überhaupt,von der IS ausgeübt, weiß das jemand?!
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