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Trumps Regierungsteam Zwei weitere Hardliner fürs Kabinett

Ein Kohlefreund fürs Umweltministerium, ein Ex-General für Innere Sicherheit: Trump fährt die harte Linie.

  • Donald Trump will den erklärten Klimaschutz-Gegner Scott Pruitt zum neuen Chef der US-Umweltbehörde machen.
  • Pruitt gilt als Klimawandel-Zweifler und Freund der Kohle- und Ölindustrie.
  • Der Ex-General John Kelly soll neuer Minister für Innere Sicherheit werden.
  • Er wäre bereits der dritte Ex-General in Trumps Regierungsmannschaft.
  • Linda McMahon soll für mittelständische Unternehmen zuständig sein.

Mit Scott Pruitt holt Trump einen Gegner der Klimaschutzpolitik von Präsident Barack Obama in sein Regierungsteam. Er soll Chef der Umweltbehörde EPA werden, wie Trumps Beraterteam mitteilte. Pruitt ist derzeit Chefankläger des Bundesstaats Oklahoma. In dieser Funktion hat der 48-Jährige seit 2011 mit zahlreichen Klagen Auflagen der Umweltbehörde angefochten.

Seine Nominierung für die Leitung der Umweltbehörde deutet darauf hin, dass Trump einen grossen Teil von Obamas Umweltschutzpolitik rückgängig machen könnte.

Trump hatte im Wahlkampf den Klimawandel als eine Erfindung zum Schaden der US-Industrie bezeichnet und zunächst einen Ausstieg der USA aus dem Welt-Klimaabkommen von Paris gefordert.

Ein General für Innere Sicherheit

Ebenfalls bekannt wurde, dass Trump einen dritten Ex-General in sein Regierungsteam holen will: Gegenüber «FoxNews» bestätigte John Kelly, dass er vom gewählten US-Präsidenten fürs Amt des Ministers für Innere Sicherheit angefragt worden sei. Er empfinde dies als «grosse Ehre».

Der 66-jährige Kelly hat sich wie Trump für ein verschärftes Vorgehen gegen illegale Einwanderung und eine Verstärkung der Sicherheitsvorkehrungen an der Grenze zu Mexiko stark gemacht. Er wäre der erste Nicht-Zivilist an der Spitze des Ministeriums, das Ex-Präsident George W. Bush nach «9/11» geschaffen hatte.

Trump berief ausserdem die ehemalige Wrestling-Unternehmerin Linda McMahon in sein Kabinett. Die 68-Jährige soll für die mittelständischen Unternehmen zuständig sein. Sie sei «eine der besten weiblichen Führungskräfte des Landes», so Trump. McMahon ist mit dem Milliardär Vince McMahon verheiratet.

Trump und seine Generäle

John Kelly wäre bereits der dritte Ex-General in Trumps Regierungsteam: Ebenfalls General waren James Mattis, der Trumps Verteidigungsminister werden soll sowie Michael Flynn, der für den Posten des Nationalen Sicherheitsberaters vorgesehen ist.

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62 Kommentare

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  • Kommentar von Philip Hofmänner (Pipo)
    Eine Gruppe von Ignoranten und Opportunisten an den Schalthebeln der Zukunft unseres Planeten.
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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Eins ist klar, da könnt ihr Zetermordio schreien so lange ihr wollt, der Trump wird Präsident und krempelt den links abgerutschten Laden um. Ob es gut kommt sehen wir in einigen Jahren, dass es viel schlechter kommen kann ist beim derzeitigen Stand der Dinge kaum zu befürchten.
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    1. Antwort von Marcel Chauvet (xyzz)
      ..........ja verehrter Herr Sand, aus Erfahrung sollte man klug werden. Alles schon mal da gewesen: "Gebt mir 4 Jahre und Ihr werdet das Land nicht wieder erkennen". Bei all dem was Trump schon im Vorfeld verlauten ließ, steht zu befürchten, dass der Schuss für die USA und weit darüber hinaus, nach hinten los geht. Und laut altem Sprichwort sehnen sich gewisse Esel, denen es zu wohl wird aufs Eis, um dort tanzen zu gehen.
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    2. Antwort von Philip Hofmänner (Pipo)
      Es kann eigentlich immer noch schlimmer werden! Schauen Sie sich nur mal die Menschheitsgeschichte an.
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    3. Antwort von Jürg Sand (Jürg Sand)
      M. Chauvet, da habt ihr Glück mit eurer Merkel, die brauchte immerhin 11 Jahre um "euer Land nicht wieder zu erkennen" und das erst noch auf der Moralschiene, völlig politisch korrekt!
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  • Kommentar von Markus Fasel (ThoughtsOfTheDay)
    Der Energieverbrauch der Amerikaner ist im Durchschnitt 250% von dem der West-Europaer und die USA sind verantwortlich für rund 16% des globalen CO2-Ausstosses. Es braucht keine Hellseher um zu begreifen, dass Trump und Pruitt darüber keinen Schlaf verlieren werden. Sie werden den Umweltschutz reduzieren um ein Wirtschaftswachstum zu Lasten der Umwelt anzukurbeln. Es wäre gut wenn Trumps Mauer statt nur illegale Einwanderer abhalten auch CO2 im Land behalten würde.
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