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International Zweifelhafte Marke: 500. Exekution in Texas

Eine 52-jährige verurteilte Mörderin ist am Mittwochabend in Texas hingerichtet worden. Es war die 500. Exekution in dem Bundesstaat seit Wiedereinführung der Todesstrafe in den USA im Jahr 1976.

Legende:
Hinrichtungen in den USA Exekutionen in den Vereinigten Staaten seit 1976 bis zum 15. Mai 2013. Laut Amnesty International haben die USA im Jahr 2012 lediglich in neun US-Bundesstaaten Exekutionen durchgeführt – 2011 waren es noch 13. Im April 2012 schaffte mit Connecticut der 17. US-Bundesstaat die Todesstrafe ab. wikipedia/amnesty international

Kimberly McCarthy starb nach Angaben des «Houston Chronicle» und anderer Medien im texanischen Staatsgefängnis von Huntsville durch die Giftspritze.

Sie war wegen Raubmordes an einer Nachbarin im Jahr 1997 zum Tode verurteilt worden. Der Anklage zufolge hatte sie an die Tür ihres Opfers geklopft und um eine Tasse Zucker gebeten. Dann habe McCarthy zugestochen.

Rassistische Vorurteile?

Im Berufungsverfahren hatten ihre Anwälte vergeblich geltend gemacht, dass rassistische Vorurteile im Prozess eine Rolle gespielt hätten. McCarthy war schwarz, ihr Opfer wie auch elf der damaligen Geschworenen waren weiss. Zuletzt war in den USA 2010 eine Frau hingerichtet worden.

Legende:
Hinrichtungen weltweit Amnesty International hat 2012 Hinrichtungen in 21 Ländern registriert. Die Zahl der bestätigten Hinrichtungen betrug 682 und lag damit auf dem gleichen Niveau wie 2011, als es 680 Exekutionen in ebenfalls 21 Staaten gab. In den aktuellen Zahlen nicht inbegriffen sind mehrere Tausend Exekutionen, die in China stattgefunden haben. Hier wird geschätzt, dass mehr Menschen hingerichtet werden als im Rest der Welt zusammengenommen. Drei Viertel aller bestätigten Hinrichtungen weltweit wurden allein in drei Staaten durchgeführt: Iran, Irak und Saudi-Arabien. wikipedia/amnesty international

1138 Hinrichtungen

Texas ist damit mit Abstand der Bundesstaat mit den meisten Exekutionen. Nach Angaben des Todesstrafen-Informationszentrums in Washington liegen Virginia mit bisher 110 vollstreckten Todesurteilen und Oklahoma mit 105 auf den folgenden Plätzen. Insgesamt hat es dem Zentrum zufolge seit 1976 in den USA 1338 Hinrichtungen gegeben.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Josef Lötscher, Emmenbrücke
    Was diese Menschen getan haben ist schrecklich und verabscheuungswürdig. Aber das zählt nicht. Denn nur GOTT hat das Recht über Leben und Tod zu entscheiden!!
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    1. Antwort von L. Duende, Mundo
      Ich bin Ihrer Meinung. Umso erstaunlicher ist es deshalb, dass die evangelikalen Südstaatler mehrheitlich für die Todesstrafe sind. Sie berufen sich dabei auf die Bibel!
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    2. Antwort von Nin Guna, Zürich
      es gibt keinen Gott. Darum muss der Mensch diese Aufgaben übernehmen und in begründeten Fällen auch die Todesstrafe verhängen.
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    3. Antwort von JP.Simon / Nietzscheaner, Bern
      Nin Guna, Zürich Freitag, 28.06.2013, 19:34 es gibt keinen Gott. Darum muss der Mensch diese Aufgaben übernehmen und in begründeten Fällen auch die Todesstrafe verhängen. Ich hoffe Sie haben genügend Argumente, wenn möglich keine kaltblütigen, um solches überhaupt hinaus zu posaunen. Dass der Mensch über Leben und Tod unisono verfügen soll, muss bei Ihnen wohl die Krönung der Schöpfung sein, mit einem gar niedrigen Kostenfaktor.
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Absolut verfälschte Statistik. Die Drohnen-Exekutionen müsste man auch als US-amerikanische Hinrichtungen mit einbeziehen. Und zwar als "Hinrichtung ohne Prozess". Würde man es so rechnen - dann ist die USA die traurige Nummer 1.
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    1. Antwort von Freddy Müller, Oberägeri
      Die Drohnen töten ohne Gerichtsverfahren. Das sind also Morde, und keine Hinrichtungen.
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  • Kommentar von Nin Guna, Zürich
    Wer einen anderen Menschen so grundlos und kaltblütig aus dem Leben reisst, der hat nichts anderes verdient. Das einzige Argument gegen die Todesstrafe ist der hohe Kostenfaktor aufgrund der ewigen Hinauszögerung. Darum sollte man nach einem klaren Urteil dieses viel schneller vollstrecken. Warum 16 Jahre im Knast schmoren lassen, wenn die gute Frau auch direkt nach dem Urteil erlöst werden könnte.
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    1. Antwort von Markus Schneider, Düsseldorf
      "Wer einen anderen Menschen so grundlos und kaltblütig aus dem Leben reisst, der hat nichts anderes verdient" Wieso?
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    2. Antwort von JP.Simon / Nietzscheaner, Bern
      Nin Guna, es ist nicht das erste Mal, dass Sie so tragisch-komische Berichte schreiben. Berichte, die nur so auf einer dünnen Eisfläche unbedarft umher lümmeln, was es zu lümmeln gibt, sie tun nichts anderes. Dann flirrt u. zwirnt in ihrer Schreibe ein grausamer Widerspruch. Einerseits die Frau so schnell wie möglich aus dem Leben gerissen zu haben wollen, andererseits redet ihre schnell Zunge von Erlösung. Eine volle Leere, die über alle Rändern quillt, spricht dumpf aus ihrer Schreibe.
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    3. Antwort von Nin Guna, Zürich
      JP.simon: naja und Ihre Kommentare haben leider nur in den seltensten Fällen etwas mit dem Thema zu tun. Ausschliesslich moralische Verurteilungen von anderen Leuten ohne irgendwelche Argumente zu bringen, das Ganze noch in abgehobener Sprache.. macht es leider auch nicht besser.
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