Zweiter Ebola-Toter in den USA

Zwei Ebola-Patienten konnte in einer Klinik in Nebraska geholfen werden, aber für den dritten war die Hilfe vergebens: Ein Arzt ist in den USA an dem Virus gestorben. Er war am Samstag aus Afrika eingeflogen worden.

Krankentransport

Bildlegende: Der Patient war am Samstag in eine Klinik gebracht worden. Sein Zustand wurde als «äusserst kritisch» bezeichnet. Reuters

Ein am Samstag in die USA ausgeflogener Ebola-Patient ist in Nebraska gestorben. Der 44-Jährige war zwei Tage vorher in das Spital gebracht worden, in dem schon zwei Ebola-Kranke erfolgreich behandelt worden waren.

Bei dem Patienten seien die Symptome schon weit fortgeschritten gewesen, mit schweren Problemen mit seinen Nieren und seiner Atmung, so der behandelnde Arzt. Er sei unter anderem mit dem Ebola-Mittel ZMapp behandelt worden. «Wir haben jede mögliche Therapie angewendet», sagte der Arzt.

Zweiter Tote in den USA

Der Arzt ist der zweite Ebola-Tote in den USA nach einem Liberianer, der sich noch zu Hause angesteckt hatte, bei dem die Krankheit aber erst in den USA ausgebrochen war.

Das jüngste Ebola-Opfer hatte als Arzt in Sierra Leone gearbeitet, allerdings nicht in der Ebola-Therapie. Möglicherweise war aber einer seiner Patienten mit der tödlichen Krankheit infiziert. Er ist mit einer im Staat Maryland lebenden US-Amerikanerin verheiratet. Die Ehefrau hatte das US-Aussenministerium für den Krankentransport eingeschaltet.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Umgang mit Ebola-Helfern in USA kontrovers diskutiert

    Aus Tagesschau vom 29.10.2014

    In Westafrika stecken sich immer mehr Menschen mit Ebola an. Es gibt aber auch erste kleine Fortschritte, nicht zuletzt dank der internationalen Hilfe. In einigen Ländern führt das nun zur Diskussion, wie mit Helfern umgegangen werden soll, wenn sie aus den Ebola-Gebieten zurück-kehren in ihre Heimat. Besonders kontrovers diskutiert wird in den USA.