Zwölf Tote bei Schiffsunglück vor Odessa

Ein Sturm hat ein Ausflugsboot vor der Schwarzmeerstadt Odessa zum Kentern gebracht. Dabei kamen mindestens zwölf Passagiere ums Leben. 23 weitere konnten gerettet werden.

Bei einem Schiffsunglück vor der ukrainischen Schwarzmeerstadt Odessa sind nach Behördenangaben mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Das Ausflugsboot «Iwolga» mit insgesamt 36 Menschen an Bord kenterte etwa einen Kilometer vor der Küste. Die Newsseite rt.com meldete unter Berufung auf das ukrainische Innenministerium sogar 16 Tote.

Retter hätten 23 Überlebende aus dem Wasser geborgen, teilte die Verwaltung der Hafenstadt örtlichen Medien zufolge mit. Nach einem Passagier wurde am Abend noch gesucht.

Video «Gerettete werden an Land gebrscht (youtube/ maxTV)» abspielen

Gerettete werden an Land gebracht (youtube/ maxTV)

1:59 min, vom 17.10.2015

Offenbar traf vor den Rettungskräfte ein weiteres Boot an der Unglückstelle ein. Ein Video, dass in den sozialen Medien geteilt wird, zeigt wie Passagiere von diesen Helfern an Land gebracht werden.

Als Grund für die Tragödie nannte Behördensprecher Wladimir Schmak einen Sturm. Das Schiff soll demnach keine Rettungswesten an Bord gehabt haben. Regierungschef Arseni Jazenjuk beauftragte eine Sonderkommission mit der Untersuchung des Unfalls. Von den Überlebenden seien 18 in ein Spital gebracht worden, hiess es.

Die «Iwolga» hatte am Mittag einen nahen Privathafen verlassen. Bei der Rückkehr kenterte das Schiff dann. Die Millionenstadt ist der wichtigste Hafen der Ex-Sowjetrepublik Ukraine.