Brice Venner und die Anschläge von Paris

Am Freitag, den 13. November greifen Kommandos der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) mehrere Lokale in Paris an. Der Tourist Brice Venner verbringt gerade ein langes Wochenende in der französischen Metropole und erlebt Angst, Solidarität und Mut der Betroffenen.

Ein Toter liegt unter einem Leintuch auf der Strasse.

Bildlegende: Freitag 13. November 2015: Paris steht unter Schock nach den Anschlägen. Keystone

Bei der Anschlagsserie in Paris töten Terroristen 130 Menschen. Hunderte Menschen werden verletzt. Insgesamt sterben sieben Attentäter. In der Konzerthalle «Bataclan» richten sie ein Massaker an, Bars und Restaurants werden beschossen.

Am Nationalstadion Stade de France sprengen sich während des Fussball-Länderspiels Frankreich-Deutschland drei Attentäter in die Luft. Präsident François Hollande ruft den Ausnahmezustand aus und spricht von einem «Kriegsakt». Als Reaktion auf die Anschläge befiehlt Hollande massive Luftangriffe auf die Terrorgruppe in Syrien.

Erste Spuren weisen nach Belgien. Über Tage verhängen die Behörden in Brüssel die höchste Terrorwarnstufe. Bei Razzien in der Gemeinde Molenbeek bei Brüssel werden mehrere Verdächtige festgenommen.

Wegen konkreter Hinweise auf einen Sprengstoffanschlag wird das Fussball-Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande in Hannover kurz vor Anpfiff abgesagt. Trotz Solidarität in Europa finden die Staats- und Regierungschefs keine gemeinsame Stimme bei der Antwort auf die Anschläge.

Zur Person

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zvg

Brice Venner ist gebürtiger Franzose. Der 41-jährige Projektleiter lebt und arbeitet in Bern.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Der schwere Weg von Paris zurück zum Alltag

    Aus Tagesschau vom 20.11.2015

    Offiziell gilt immer noch der Notstand für ganz Frankreich. Die Polizei ist eine Woche nach den Anschlägen weiterhin höchst aktiv in unzähligen Razzien. In Paris selber haben sich wieder viele Menschen an den Tatorten versammelt und getrauert.

  • Terror-Drahtzieher ist tot

    Aus Tagesschau vom 19.11.2015

    Der mutmassliche Drahtzieher der Anschläge von Paris ist tot. Abdelhamid Abaaoud sei gestern beim Erstürmen der Wohnung in St.Denis ums Leben gekommen, hat heute die Staatsanwaltschaft erklärt. Im Kampf gegen den Terror erhalten die französischen Sicherheitskräfte Sukkurs der Politik. Das Parlament hat den Ausnahmezustand um drei Monate verlängert, die Befugnisse der Polizei werden ausgeweitet.

  • Internationale Fahndung nach den Terroristen

    Aus Tagesschau vom 16.11.2015

    Die französischen Ermittler haben neue Fahndungsergebnisse vorzuweisen. Erneut gab es mehrere Verhaftungen. Die Fahndung konzentriert sich auf Frankreich und Belgien, aber auch in andern Ländern läuft die Suche nach dem mutmasslichen Drahtzieher. Es kommentieren Sebastian Ramspeck aus Belgien und Michael Gerber aus Paris.

  • Schweigeminute in Frankreich

    Aus Tagesschau vom 16.11.2015

    In Frankreich haben die Menschen in einer Schweigeminute der Opfer der Anschläge gedacht. In Paris kam kurzzeitig zu einer Panik, als Trauernde nach den Terroranschlägen vermeintlich neue Schüsse hörten. Verletzt wurde niemand.