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Panorama 170-jähriger Champagner – trotz Rekordalter noch immer ein Genuss

Er lag rund 170 Jahre lang auf dem Grund der Ostsee, der älteste Champagner der Welt. Nun, fünf Jahre nach dem Fund der Flaschen, haben Wissenschaftler die Korken knallen lassen und den edlen Tropfen getestet. Fazit der Kenner: «Sehr jung und frisch» – ein Hochgenuss.

Ein Taucher öffnet im Wasser eine Box, in der sich mehrere Flaschen befinden.
Legende: Die edlen Tropfen wurden vor rund fünf Jahren in 50 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund gefunden. Keystone

2010 wurde auf dem Grund der Ostsee vor Finnland in einem Schiffswrack der älteste Champagner der Welt gefunden. Französische Wissenschaftler haben den 170 Jahre alten Tropfen nun chemisch analysiert, probiert und für sehr gut erhalten befunden.

«Beeindruckend»

Er habe zwei Tropfen verkostet, so der Forscher Philippe Jeandet. Und: «Es war ein sehr guter Wein, es war beeindruckend. Wir waren sehr überrascht davon, dass der Champagner tadellos erhalten war». Dies gelte sowohl für die chemische Zusammensetzung, die der des heutigen Champagners gleiche, als auch für das Aroma.

Profi-Weinkenner, die Proben bekamen, befanden den Champagner für «sehr jung und frisch mit einer floralen oder fruchtigen Note».

Bei dem in 50 Metern Tiefe gefundenen Champagner handelte es sich um die Marken Veuve Clicquot-Ponsardin, Heidsieck und Juglar. Insgesamt wurden 168 Flaschen geborgen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von L. Tonetto, Aarau
    Leser, die bei Panorama Themen in Sarkasmus ausbrechen, ermangeln in der Regel einer gewissen Grundzufriedenheit. Tatsächlich ist die Konservierung eines sauren, alkoholischen Getränks bei 6 bar, 4C und relativer Dunkelheit möglich, wenn auch nicht sicher. Dies zum Beweis jenseits der schriftlichen Zeugen, wie die Menschheit in früheren (wohl allen) Zeiten bestrebt war, auch in den einfachen Dingen das Wahre, Gute, Schöne zu suchen. Dessen Gewahr zu werden braucht neben Kopf auch ein wenig Herz.
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    1. Antwort von J.B. Chardin, Basel
      Wie lange können Sie gute Moselweine aufheben? Das sind eben jene weissen Tropfen mit der längst möglichen Lagerzeit. Die 6 bar sind doch seit mehr als 100 Jahren flöten gegangen und das Champagnerzeug ist wahrlich kein Dauerlagerprodukt, auch wenn angeblich die Erzeuger damals darinnen Liebe, Wahrheit und was weiss ich was rein interpretiert haben wollen ... (die haben damals auch nur an das Portemonnaie gedacht!)
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    2. Antwort von Reto brechbühl, langenthal
      50 m unter der meeresoberfläche = 6 bar druck und max 4°C...
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  • Kommentar von J.B. Chardin, Basel
    ... schöne Märlis, wer's glaubt ... ... Das Zeug wird doch wohl nur noch firnen und komplett ungeniessbar sein!
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  • Kommentar von W.Ineichen, Luzern
    An der Nase dominierende Aromen von dunklen Beeren mit intensiven Noten nach kompottartigen Früchten und mit einer gut integrierten Holznote. Im Gaumen vollmundig mit weicher Textur und lang anhaltendenem Abgang. Ein Wein mit grossem Potential.
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