200-Jahr-Jubiläum: Im abendlichen Wallis strahlten Berggipfel

Grosses Spektakel zum 200. Jahrestag des Wallis-Beitritts zur Eidgenossenschaft. Zahlreiche Berggipfel des Kantons wurden am Mittwochabend mit Leuchtraketen in helles Licht getaucht. «Alles lief wie erwartet», so die zufriedenen Organisatoren.

Bietschhorn

Bildlegende: Die Burg Valeria in Sitten (VS) erstrahlte zur 200-Jahr-Feier des Beitritts des Kantons zur Eidgenossenschaft. Keystone

Im Wallis sind am Mittwochabend 13 Berggipfel von Leuchtraketen für wenige Minuten hell erleuchtet worden. Mit dem vergänglichen Spektakel um 20.15 Uhr wurde dem Beitritt des Kantons Wallis zur Eidgenossenschaft vor 200 Jahren gedacht.

Siebzig Bergführer beteiligt

Die 13 Gipfel standen für die Anzahl Sterne im Walliser Wappen. Im Nachthimmel leuchteten bei Saas Fee die Viertausender Allalin, Täschhorn und Dom. Im Lötschental wurde das Bietschhorn beleuchtet. Im Val d'Hérens leuchtete die Dent Blanche. Bei Verbier erstrahlte das Combins-Massiv, bei Portes du Soleil leuchteten drei Gipfel der Bergkette Dents du Midi sowie im Rhonetal der Petit Muveran, der Grand Muveran und der Haut de Cry.

Die Organisatoren wählten absichtlich eine Nacht mit wenig Mondschein. Weil es nicht möglich war, alle Leuchtspektakel auf einmal zu beobachten, mussten sich die Zuschauer für einen der Standorte entscheiden. Die Pyrotechnik wurde von rund siebzig beteiligten Bergführern vorbereitet und gezündet.

Spektakel für 100'000 Menschen

Wie viele Menschen die Performance gesehen haben, lässt sich nicht genau sagen. Laut dem Co-Präsidenten des Organisationskomitees, Pierre Mathey, hatten jedoch mindestens 100'000 Menschen die Möglichkeit gehabt, das Lichtschauspiel zu sehen.

Die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit dem Anlass. «Alles lief wie erwartet und das Wetter spielte, abgesehen von einzelnen Wolkenfetzen bei wenigen Gipfeln, perfekt mit», sagte Mathey.

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2015 - Ein Jubeljahr für den Kanton Wallis?

5:12 min, aus Schweiz aktuell vom 6.1.2015

Umstrittener Anlass

Dem Anlass war ein Auf-und-ab vorausgegangen. Weil nicht genügend private Geldgeber gefunden wurden, musste das Budget von 850'000 auf 350'000 Franken nach unten korrigiert werden.

Schliesslich beschränkte man sich darauf, einzig die Gipfel zu erleuchten. Verzichtet wurde hingegen auf Bilder aus grosser Höhe, die Publikation eines Buches und die Produktion eines Filmes.