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Panorama 6 Millionen Dollar für 23 Jahre Haft als Unschuldiger

Einem unschuldig Verurteilten zahlt die Stadt New York gut sechs Millionen Dollar. Der Mann sass wegen manipulierten Ermittlungen 23 Jahre lang im Gefängnis.

David Ranta
Legende: Weniger erhalten als verlangt: David Ranta nach seiner Freilassung 2013 Keystone

Die materielle Genugtuung für die langen Jahre im Gefängnis ist gemessen an der Forderung von David Ranta gering: Er hatte 150 Millionen Dollar verlangt. Doch in der aussergerichtlichen Einigung bekam er nur 6,4 Millionen zugesprochen. Das sei «im besten Interesse aller Parteien», sagte der New Yorker Finanzkontrolleur Scott.

Ranta war im vergangenen März freigekommen. Am zweiten Tag in Freiheit erlitt er einen Herzinfarkt.

Polizist manipuliert Ermittlungen

Der heute 59-Jährige war 1991 wegen der Ermordung eines jüdisch-orthodoxen Rabbiners während eines missglückten Raubüberfalls verurteilt worden. Ranta hatte immer seine Unschuld beteuert.

Später stellte sich heraus, dass die Ermittlungen vom zuständigen Polizisten manipuliert worden waren. Auch in zahlreichen anderen Verfahren soll er Geständnisse erfunden und Zeugen unter Druck gesetzt haben.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    In der Schweiz würd so ein Fall unter den Tisch gewischt werden. Um dann nach 50 Jahren, wenn das Opfer nicht mehr lebt sich zu entschuldigen! Das System der USA bietet wenigstes noch einen gewissen Schutz, während wir hierzulande so gut wie keinen Schutz haben. Gefangenenschutz? Nein! Patientenschutz? Nein! Arbeitnehmerschutz? Nein! Mieterschutz? Nein! Apropos Todesstrafe Herr Dreier: auch in der Schweiz gibt es gar nicht so wenige, die diese befürworten würden. Ich gehöre aber nicht dazu!
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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Bekommen die nachweislich Unschuldigen, die hingerichtet wurden, auch ein neues Leben? Oder die Zivilisten nach den beiden Atombomben? Die Hochzeitsgesellschaften nach Drohneneinsätzen?
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