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Abrechnung mit Hollywood Ian McKellen rügt Filmbranche: «Keine Schwulen, keine Schwarzen»

Ian McKellen im weissen Anzug mit erhobenem Zeigefinger
Legende: Schauspielerei war nicht geplant Eigentlich wollte Ian McKellen Journalist werden. Keystone

Ian McKellen geht mit der Filmbranche hart ins Gericht. «Nun, niemand schaut nach Hollywood, um einen Kommentar zu gesellschaftlichen Ereignissen zu bekommen, oder?», so McKellen in einem Interview des «Time Out»-Magazins. «Sie haben erst kürzlich entdeckt, dass es Menschen mit dunkler Hautfarbe auf der Welt gibt.»

Legende: Video Ian McKellen als Gandalf abspielen. Laufzeit 3:57 Minuten.
Aus 10vor10 vom 09.12.2014.

Der Schauspieler (78), der als einer der ersten in der Filmindustrie offen zu seiner Homosexualität stand, sagt weiter: «Hollywood hat Frauen im Laufe seiner Geschichte auf jede denkbare Weise misshandelt. Schwule Männer gibt es gar nicht.»

Oscar-Nominierung für homosexuelle Rolle

Erst vor 20 Jahren habe sich das Klima in der Filmindustrie gewandelt. «Ich denke, erst mit «Gods and Monsters» gab Hollywood zu, dass es Homosexuelle überhaupt gibt, und das obwohl halb Hollywood schwul ist.» In dem Film aus dem Jahr 1998 hatte McKellan den offen homosexuellen Regisseur James Whale dargestellt, der mit «Frankenstein» weltberühmt geworden war. Dafür erhielt der britische Schauspieler eine Oscar-Nominierung.

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