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Panorama Achtung, grosser Asteroid im Anflug

Ein Asteroid rast auf die Erde zu. Er wird der Weltkugel bald sehr nahe kommen. Zum Zusammenstoss wird es aber nicht kommen, beruhigt die Nasa. Für Astronomen bleibt es ein aufregendes Ereignis.

Die Erde und ein grosser Asteroid gehen auf Tuchfühlung. Am 15. Februar wird ein grosser Steinbrocken namens «2012 DA14» knapp an der Erde vorbeischrammen. Mit einer Distanz von rund 28‘000 Kilometer kommt er näher als alle Satelliten, die um die Erde kreisen. Seine Grösse würde fast ein halbes Fussballfeld füllen. Markus Griesser, Asteroidenforscher aus Winterthur, beobachtet dieses Weltraum-Ereignis ganz genau.

Mit Feldstecher sichtbar

«Würde dieser Sonnentrabant auf die Erdoberfläche einschlagen, gäbe es einen Krater, der sich mit dem Meteor Crater in Arizona vergleichen könnte: Ein Kilometer im Durchmesser und fast 200 Meter tief». Statistisch gesehen, prallt nur einmal pro Jahrhundert ein Himmelskörper dieser Dimension auf die Erde auf. Das letzte Mal explodierte ein solcher Asteroid 1908 über der sibirischen Tundra und verwüstete einen grossen Landstrich. Doch dies blüht glücklicherweise jetzt nicht.

Der kommende astronomische Leckerbissen soll hierzulande ab 21 Uhr auch mit einem Feldstecher oder einem kleinen Teleskop zu sehen sein. «Voraussetzung sind gute Wetterverhältnisse und dass man ungefähr den Ort im Himmel kennt, wo er vorbeifliegen wird», sagt Astronom Griesser. Er wird den Aufstieg des Asteroiden am östlichen Sternenhimmel in seiner Sternwarte Eschenberg verfolgen. Er hat dort auch schon selber einige Asteroiden entdeckt.

Dinosaurier starben an Asteroiden-Einschlag

«Kleine Asteroiden-Einschläge gibt es relativ oft», sagt der Geologe Heiko Pälike bei SRF 4 News. Doch es gab auch bereits Einschläge von einem fast unvorstellbaren Ausmass. So soll ein Asteroiden-Einschlag vor 65 Millionen Jahren der Grund für das Aussterben der Dinosaurier gewesen sein. Durch Kälte und Nahrungsverknappung ist damals rund drei Viertel der Tierwelt gestorben.

Astronom aus Leidenschaft

Markus Griesser ist Leiter der Sternwarte Eschenberg in Winterthur und seit vielen Jahren in der Asteroidenforschung tätig. Er hat bereits einige Asteroiden entdeckt. Ein Himmelskörper trägt den Namen «11547 Griesser». Ein weiterer von ihm entdeckter Kleinplanet heisst «Helvetia».

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Je mehr die Medien berichten, um so höher schlagen die Welpen. Haha. Und ich amüsiert mich dann köstlich. Wie nach dem Weltuntergang, als mein esotherisch angehauchter Arbeitskollege mir (knochentrockener Wissenschaftler) vergeblich irgendwelche Ausreden unterbreiten wollte. Bis vor etwa 100 Jahren wussten die Menschen einfach noch nicht, was um sie rum vorging. Beinahekollisionen wurden schlicht nicht wahrgenommen. Und die Welt dreht sich auch heute noch.
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Die Regierungen der Welt luegen...wie immer, der schlaegt ein.. und die Dickhaelse verbunkern sich, unbemerkt von der Masse.. Beweise das Gegenteil. Eh, hohe Politiker sind wie immer von Doubles gespielt... Beweise auch da das Gegenteil.. aber nicht erst NACH dem Einschlag gell!
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  • Kommentar von Pierre, Winterthur
    Schon wieder kein Weltuntergang.
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