Zum Inhalt springen

Panorama «Am Nachmittag kommt es zu teils heftigen Regengüssen»

Die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser laufen auf Hochtouren. Und: Bereits am Nachmittag regnet es wieder kräftig – vor allem in der Zentral- und Ostschweiz. Der Bund geht aber davon aus, dass es nicht mehr ganz so schlimm wird.

Eine Sitzbank und ein zugeklappter Sonnenschirm vor trüber Aussicht auf das verregnete und nebelverhangene Bergpanorama
Legende: Eine Bank in Obersaxen (GR) wartet auf besseres Wetter. 30.07.2014 / Keystone

Die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage haben viele Keller und Strassen unter Wasser gesetzt und Hänge ins Rutschen gebracht. Besonders hart traf es Altstätten (SG) und Schüpfheim (LU). Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Auch den Gemüsebauern macht der viele Regen mittlerweile zu schaffen – Verluste gibt es vor allem beim Salat.

Am Nachmittag teils heftiger Regen

Wetterbesserung ist nicht vorerst in Sicht: Nach einer im Norden meist trockenen Nacht kommt es heute wieder verbreitet zu Regenfällen.

Am Vormittag regnet es vor allem am Schweizer Nordrand und am Jura. Am Nachmittag kommt es verbreitet zu teils heftigen Regengüssen, vor allem in den Voralpen, erklärt Felix Blumer von SRF Meteo.

«Warme Luft führt zu noch mehr Wasser»

«Die Schneefallgrenze steigt von 2800 Metern auf etwa 3200 Meter über Meer an», so der Wetterexperte. «Die warme Luftmasse führt dazu, dass kein Schnee liegen bleibt, sondern sofort alles Wasser abfliesst, was zusätzliche Wassermassen bringt.»

Bis Donnerstagmorgen müsse mit beachtlichen 30 bis 60 Millimeter Regen gerechnet werden – also 30 bis 60 Litern pro Quadratmeter –, vor allem in der Zentralschweiz und in den östlichen Voralpen, von der Region Emmental (BE) und Entlebuch (LU) bis ins Glarnerland. Die Gefahr von Hochwasser und Murgängen bestehe weiterhin.

«Seen und Flüsse im Auge behalten»

Vorsichtige Entwarnung gibt der Bund. Beim zuständigen Bundesamt rechnet man nicht mit neuem Hochwasser. «Die Hochwasser-Situation hat sich in den betroffenen Regionen entspannt», sagt eine Sprecherin. Allerdings müssten Seen und Flüsse weiterhin im Auge behalten werden, im Kanton Bern etwa die Emme sowie Brienzer- und Thunersee.

Am Donnerstag wird tagsüber in den Regionen Zürich, Bern und in der Westschweiz nochmals kräftiger Niederschlag erwartet, teils hat es bereits stark geregnet. Gegen Abend dürfte dann auch die Ostschweiz wieder betroffen sein.

Die gute Nachricht: Eine Wetterbesserung ist in Sicht. Schon am Donnerstag werden Temperaturen um die 25 Grad erwartet. Allerdings ist das Hoch wohl nicht beständig. Schon am Wochenende könnte das Wetter wieder schlechter werden.

Zwar hört Dauerregen auf, und es wird wieder wärmer. Weil die Böden aber nicht so schnell abtrocknen, besteht bei jedem starken Gewitter auch in den kommenden Tagen an vielen Orten immer noch Erdrutschgefahr.

«In diesem Sommer ist nichts sicher»

Und Gewitter sind für Anfang August prognostiziert. «Auch wenn sie örtlich nicht viel Regen bringen, so sind nur schon 20 Millimeter beispielsweise im hart getroffenen Schangnau im Emmental eine schlechte Nachricht», sagt Felix Blumer von SRF Meteo. Bis Sonntag bleibe das Wetter unbeständig. «Voraussichtlich gibt es Anfang nächster Woche eine deutliche Wetterbesserung.» Doch diesen Sommer sei gar nichts wirklich sicher.

Aktuelle Prognose

Senden Sie uns Ihre Bilder

Logo von SRF Augenzeuge.

Haben Sie das Unwetter in der Schweiz miterlebt? Schicken Sie Ihre Bilder oder Videos an SRF Augenzeuge.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

1 Kommentar

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.