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Panorama An Schweizer Grenze: Auto rast in Menschengruppe – Zwei Tote

Ein 84 Jahre alter Autofahrer will eigentlich bremsen, tritt aber versehentlich aufs Gaspedal. Sein Wagen rast im süddeutschen Bad Säckingen in eine Gruppe vor einem Strassencafé – mit tödlichen Folgen.

Legende: Video Autofahrer fährt in Strassencafé abspielen. Laufzeit 0:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.05.2016.

Ein 84 Jahre alter Mann hat mit einem Fahrfehler einen schweren Unfall in Bad Säckingen –direkt an der Schweizer Grenze – verursacht. Der Mann raste am Mittag mit seinem Auto mitten in der Innenstadt in eine Menschenmenge vor einem Café, wie die Polizei in Baden-Württemberg mitteilte.

Helfer auf einem Platz.
Legende: Zahlreiche Helfer sind nach dem Unfall in Bad Säckingen vor Ort. srf/beat kälin

Eine 63-jährige Frau mit Wohnsitz in der Schweiz wurde dabei tödlich verletzt und verstarb noch auf der Unfallstelle. Eine schwerverletzte Person verstarb im Spital. Insgesamt 13 Verletzte seien in umliegende Spitäler gebracht worden, teilt die Polizei mit. Auch der Unfallfahrer befinde sich in Behandlung.

Die Polizei geht nach ersten Erkenntnissen von einem fatalen Fehler aus: Der Mann habe statt zu bremsen stark beschleunigt und so mehrere Tische auf der Terrasse des Cafés in der belebten Innenstadt umgefahren, sagte ein Sprecher. Weitere Details nannten die Beamten zunächst nicht.

Hilfe auch aus der Schweiz

Kartenausschnitt.
Legende: Bad Säckingen befindet sich in Süddeutschland, direkt an der Grenze zur Schweiz. SRF

Der Unfall löste in Bad Säckingen einen Grosseinsatz der Rettungskräfte aus. Mehrere Helikopter waren im Einsatz, in der Stadt waren nach Angaben eines Augenzeugen zahlreiche Krankenwagen-Sirenen zu hören. Die Unfallstelle wurde abgesperrt, die Beamten baten Passanten und Autofahrer, die Innenstadt von Bad Säckingen zu meiden, um Rettungswege frei zu halten.

Unterstützt wurden die Rettungskräfte auch von Einsatzkräften aus der Schweiz. Die Unfallaufnahme vor Ort dauert noch immer an.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Es gibt immer noch viel mehr Verkehrstote wegen jugendlichem Übermut. Also sollt man nicht immer gleich auf die Abgabe des Führerscheins pochen. Es sollte mehr "Fahrprüfungen" für Alte geben. Ab einem gewissen Alter vielleicht auch nur noch bestimmte Strecken fahren zu dürfen. Das macht man in Amerika mit ganz jungen Menschen, die noch zu jung für den Führerschein sind. Sie dürfen eine bestimmte Strecke bis zur Schule im eigenen Auto fahren.Oder ein kleine Autos mit geringer Geschwindigkeit.
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  • Kommentar von Urs Heim (Ursus)
    Leider nimmt mit dem Alter die Fahrtauglichkeit ab, das ist ein Fakt. Den Führerschein abzugeben ist hart un schränkt die über Jahre liebgewonnene Art der Mobilität ein. Wenn man aber ab und zu von solchen fürchterlichen Unfällen hört, muss in den zuständigen Bundesämtern über eine Erhöhung der Hürden für die Fahrtauglichkeit ernsthaft diskutiert werden. Als Alternative stehen den Betagten die gut ausgebauten öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung.
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