Windsturm droht Auch im Flachland Böen bis 100 Kilometer pro Stunde

Zerrissene Schweizer Flagge.

Bildlegende: Ein Tief mit kräftigen Sturmböen steuert auf die Schweiz zu. Franz Schweizer

Diese Woche wird sehr windig. Auf der Vorderseite eines Tiefdrucksystems, das über den Britischen Inseln liegt, kommt heute einerseits Föhn auf und anderseits legt der Südwestwind über dem Jura und der West- und Nordwestschweiz mehr und mehr zu. In der Nacht werden schon im Flachland stellenweise Böen bis 80 Kilometer pro Stunde erwartet, auf den Jurahöhen dürften die stärksten Böen bei etwa 120 Kilometern pro Stunde liegen.

In den Alpen bläst bis am Dienstagmittag zum Teil noch Föhn. In den Föhntälern kann es stellenweise auch Windspitzen bis 100 Kilometer pro Stunde geben.

Kräftigste Böen am Dienstagmittag

Am späten Dienstagvormittag nähert sich vom Jura her die eigentliche Kaltfront. Dann werden die heftigsten Windstösse erwartet. Im Flachland sind durchaus Böen bis 100 Kilometer pro Stunde möglich. Auf den Höhenzügen des Mittellandes und an exponierten Lagen sind auch 120 Kilometer pro Stunde nicht ausgeschlosse. In den Bergen dürften die Maximalböen bei 140 oder 150 Kilometern pro Stunde liegen.

Danach wird der Wind wieder etwas schwächer, es bleibt aber bis am Donnerstagnachmittag sehr windig. Vor allem in der Nacht auf Donnerstag und am Donnerstagvormittag muss nochmals mit Sturmböen, auf den Bergen wahrscheinlich auch mit Orkanböen, gerechnet werden. Nach den jetzigen Modellunterlagen wären dann vor allem die Bodenseeregion und das Alpsteinmassiv betroffen. Da aber mehrere kleine Randtiefs immer wieder für Böenspitzen sorgen, ist eine exakte zeitliche und örtliche Zuordnung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich.

Endlich Niederschlag

Der Winter 2016/2017 war zum Teil rekordtrocken. In den kommenden Tagen gibt es aber immer wieder Niederschläge. Verbreitet gibt es am Dienstag zwischen 15 und 40 Millimetern Niederschlag. Die Schneefallgrenze ist stark unterschiedlich. Im Laufe des Dienstags sinkt sie von etwa 1200 auf rund 600 Meter. Einzelne Schneeschauer sind bis ins Flachland möglich.

Auch am Mittwoch und Donnerstag fährt die Schneefallgrenze auf einer Achterbahn. Am Mittwochmorgen schneit es örtlich bis ins Flachland, danach steigt sie bis am Abend wieder gegen 1500 Meter an. Am Donnerstag sinkt die Schneefallgrenze aber wahrscheinlich wieder unter 1000 Meter. Erst am Donnerstagnachmittag beruhigt sich die Wetterlage.

Schnee am Alpensüdhang

Am Dienstag muss auch südlich der Alpen mit Schnee gerechnet werden. Die Schneefallgrenze sinkt stellenweise auf rund 700 Meter. Entsprechend muss auf den Südzufahrten zum Gotthard und zum San Bernardino mit teilweise schneebedeckten Fahrbahnen gerechnet werden.