Auf der Jagd nach erdähnlichen Planeten

Gibt es ein Pendant zur Erde? Astronomen aus den USA glauben fest daran. In der Milchstrasse soll es eine Vielzahl von erdähnlichen Planeten geben – Anzeichen von Leben wurden aber noch nicht gefunden.

Die Milchstrasse leuchtet am Nachthimmel auf dem Stanserhorn.

Bildlegende: Die Milchstrasse könnte noch so einige Geheimnisse bergen: Planetenjäger suchen seit Jahren erdähnliche Planeten. Keystone

In der Milchstrasse wimmelt es einer neuen Schätzung zufolge von erdähnlichen Planeten. Vermutlich besitze mindestens jeder zweite Stern in etwa erdgrosse Planeten, berichteten US-Wissenschaftler auf der Jahrestagung der Amerikanischen Astronomischen Gesellschaft in Kalifornien.

Das bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass es auf einem dieser Himmelskörper auch Leben gibt.

Erfolgreiche Planetenjäger

Forscher um Geoff Marcy von der Universität von Kalifornien hatten die Daten des Planetenjägers «Kepler» der US-Raumfahrtbehörde Nasa analysiert. Das 2009 gestartete Weltraumteleskop hat bereits mehr als 2700 Planetenkandidaten aufgespürt. Insbesondere Kandidaten für kleinere Planeten von erdähnlicher Grösse tauchten in den «Kepler»-Daten immer häufiger auf.

«Es ist nicht mehr die Frage, ob wir ein echtes Gegenstück zur Erde finden, sondern die Frage, wann», betonte «Kepler»-Forscher Steve Howell.

Als Ergänzung zur automatischen Datenauswertung werden die «Kepler»-Beobachtungen von Freiwilligen begutachtet. Am Bürgerprojekt Planet Hunters (Planetenjäger) kann sich jeder beteiligen. Es hat bereits knapp 50 zuvor unentdeckte Planetenkandidaten in den «Kepler»-Daten gefunden.