Insekten essen Bald in den Regalen – und auf Ihrem Teller?

Drei Insektenarten sind ab 1. Mai für den menschlichen Verzehr in der Schweiz freigegeben. Das sind sie.

1. Der Mehlwurm – mit nussiger Note

Nahaufnahme eines Mehlwurms

Bildlegende: Mehlwurm (Tenebrio molitor) istock

Der Mehlwurm ist die Larve des Mehlkäfers. Das Insekt ist weltweit verbreitet. Gezüchtet wurden Mehlwürmer bisher als energiereiches Proteinfutter für Terrarien-Tiere und insektenfressende Vögel. Mehlwürmer haben geschmacklich eine nussige Note.

2. Das Heimchen – erinnert an Popcorn

Nahaufnahme eines Heimchens

Bildlegende: Heimchen (Acheta domesticus) Shutterstock

Das Heimchen gehört zur Familie der Grillen. Der wissenschaftliche Name Acheta (lat.: «Sänger») bezieht sich auf seine zirpenden, musikalischen Fähigkeiten. Die lichtscheuen Heimchen kommen weltweit vor, die Weibchen legen alle paar Tage über 1000 Eier ab. Auch das Heimchen ist ein sehr beliebtes Terrarien-Futterinsekt. Es erinnert geschmacklich an Popcorn.

Werden Sie künftig Insekten essen?

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3. Die Wanderheuschrecke – schmeckt nach Poulet

Nahaufnahme einer Heuschrecke

Bildlegende: Wanderheuschrecke (Locusta migratoria) Fotolia

Die Europäische Wanderheuschrecke ist seit dem Altertum ein gefürchteter Landwirtschaftsschädling. Die Art kommt neben Afrika und Asien auch im südlichen Europa bis ins Tessin vor. Die Wanderheuschrecke ist ein beliebtes Futtertier für Reptilien und Amphibien. Heuschrecken sind geschmacklich mit Geflügel vergleichbar.

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Insektenfood: Das erste Mal

2:07 min, vom 2.4.2017

Zucht unter strengen Auflagen

Für den menschlichen Verzehr werden diese drei Insektenarten in Zukunft unter lebensmittelhygienischen Bedingungen in der EU und neu auch in der Schweiz aufgezüchtet.

Die Tiere müssen vegetarisch ernährt werden und dürfen 24 Stunden vor der Verarbeitung nicht mehr gefüttert werden, damit sich ihr Magen entleeren kann.

Bevor die Insekten in den Verkauf kommen, werden sie auf mindestens 85 Grad Celsius erhitzt, damit allfällige Keime abgetötet werden.

Nach der Erhitzung werden die Insekten gefriergetrocknet. Durch diesen Prozess steigt ihr Energiewert auf rund 500 Kilokalorien pro 100 Gramm.

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