Bei der Elbphilharmonie geht's nun vorwärts

In Hamburg scheint sich das Debakel um die Elbphilharmonie geklärt haben. Der Baukonzern Hochtief soll das von Herzog&de Meuron konzipierte Konzerthaus zu einem Fixpreis fertigstellen. Zudem verzichtet die Freie und Hansestadt Hamburg auf Schadensersatzforderungen.

Manager beim Baukonzern Hochtief haben einem Bericht der «Wirtschaftswoche» zufolge Kritik an den Verträgen des Unternehmens zum Weiterbau der Hamburger Elbphilharmonie geübt. In dem nach Angaben des Magazins von Hochtief-Chef Marcelino Fernandez ausgehandelten Vertrag verpflichtet sich der Konzern, das Konzerthaus zum Festpreis von 575 Millionen Euro weiterzubauen und alle Baurisiken zu übernehmen. Ein Hochtief-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage nicht kommentieren.

Hochtief verzichte laut Vertragswerk auf alle «jetzt oder künftig zustehenden Mehrforderungen, gleich aus welchem Rechtsgrund, ob bekannt oder unbekannt», so das Magazin. Der Konzern habe «etwaige Mängel der Planungsgrundlagen zu beseitigen, unabhängig davon, ob diese von ihm verursacht wurden oder nicht».

Die Stadt berappt noch einmal knapp 257 Millionen Euro, berichtet nun «Der Spiegel». Im Gegenzug verzichtet die Stadt Hamburg auf alle Schadensersatzansprüche.

Auf der Baustelle für Deutschlands grösstes Kulturprojekt herrscht seit rund eineinhalb Jahren Stillstand, weil sich die Vertragspartner lange nicht einigen konnten.