Zum Inhalt springen
Inhalt

Panorama Beinahe-Crash: Komet schrammt knapp am Mars vorbei

Ein Komet trifft – fast – den Mars. Dabei wurde er von zahlreichen Forschungssonden beobachtet. Forscher hoffen nun auf neue Erkenntnisse zur Entstehung des Planetensystems.

Legende: Video Komet düst am Mars vorbei (ohne Ton) abspielen. Laufzeit 00:40 Minuten.
Aus News-Clip vom 20.10.2014.

Rendezvous im All: Der Komet «Siding Spring» ist am Sonntagabend (MESZ) in nur knapp 140'000 Kilometer Entfernung am Mars vorbeigerast. Das ist etwa ein Drittel der Distanz zwischen der Erde und dem Mond.

Die Begegnung, die sich nur einmal in einer Million Jahren ereignet, fand um 20.27 Uhr (MESZ) statt. Davor war der Schweifstern zu sehen, wie er im All auf Mars zuschoss. «Wir sind alle sehr begeistert», sagte ein Mitarbeiter der US-Weltraumbehörde.

Reiche wissenschaftliche Beute

Die Nasa hatte für das ungewöhnliche Ereignis Raumsonden, Teleskope und Mars-Fahrzeuge in Stellung gebracht. Wissenschaftler wollen auf diese Weise wichtige Daten gewinnen: über die Zusammensetzung des Kometen, der ein Überrest aus der Entstehung unseres Sonnensystems ist, sowie über das Wechselspiel zwischen der Mars-Atmosphäre und ihrem Umfeld.

Der Komet mit der wissenschaftlichen Bezeichnung «C/2013 A1» stammt aus der sogenannten Oortschen Wolke. Diese riesige Region in den Tiefen des Weltalls hat sich seit der Geburtsstunde des Planetensystems kaum verändert. Entdeckt wurde der Schweifstern von Robert H. McNaught am Siding Spring Observatorium in Australien.

Grosse Beteiligung

Mindestens 16 Geräte im All und auf dem Mars sind laut Nasa an den Analysen beteiligt, darunter der Mars-Rover «Curiosity» und das Weltraumteleskop «Hubble». Auch die Raumsonde «Maven», die erst kürzlich den Mars erreichte, war dafür im Einsatz.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Ich teile Ihre Meinung, Heinz M. Tösstal. Störend an solchen Meldungen ist das Fehlen detaillierter Angaben zu Grösse (Masse) des Himmelskörpers und relative Geschwindigkeit (Winkel, Richtung) zum Ziel (Mars). Daraus liesse sich die kinetische Energie bei einem Impact errechnen. Besser als in Joules, in Kilotonnen TNT-Äquivalent, oder Anzahl Hiroshimabomben vorstellbar. Seine Orbitgeschwindigkeit scheint 203.000km/h (entsp. 56.4km/s) zu betragen. Die Erde rotiert mit 29.8km/s um die Sonne.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Heinz M., Tösstal
    "Wir sind alle begeistert" ... ? Würde ein solches Ding auf Kollisionskurs Richtung Erde fliegen, würde sich wahrscheinlich die Begeisterung in Grenzen halten! Es ist ja bekannt, was ein Asteroid oder Komet auf der Erde anrichten könnte. Deshalb sollte man nicht immer so tun, als wären solche Ereignisse einfach schöne Schauspiele der Natur. Das gleiche gilt übrigens auch für Nordlicht, dessen Ursprung eigentlich gar nicht so harmlos ist. Dem Magnetfeld der Erde sei gedankt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hermann Zumstein, Torricella
      Es sind aber schöne Schauspiele der Natur, ob wir dabei einmal draufgehen ist in der Macht der Natur. Ich finde diese Notizen interressant, viel interressanter als diese, wie sich diverse Religionsfanatiker im Namen Gottes, Allah, Aabraham usw. gegenseitig umbringen ;-)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von S. Nogler, Bever
    Wie wollen dann diese Leute überhaupt wissen, was sich in der letzten Million Jahre abgespielt hat? Dabei waren sie jedenfalls nicht und eine Filmaufnahme von damals gibt es ebenfalls nicht. Würde eine Hypothese als solche wiedergegeben und nicht als "Wahrheit", müsste stehen: "Aufgrund von dem und dem, könnte es so und so gewesen sein". Das einzige aber was sich bezüglich Vergangenheit beweisen lässt, ist, dass sich die Vergangenheit nicht beweisen lässt, sondern nur interpretiert werden kann.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Peter Meier, Zürich
      Auf was wollen Sie heraus? Wenn es Ihnen nämlich darum geht, dass es auch so wie in der Bibel beschrieben gewesen sein "könnte", dann kann ich nur laut auflachen.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen