Folge des Erdbebens Berühmte Felsnase am Everest-Gipfel abgebrochen

Bergsteiger mit dem Rücken zur Kamera vor dem Hillary Step, an dem sich eine Schlange von andern Besteigern hocharbeitet

Bildlegende: Stau am Hillary Step: Die Felsnase war die letzte schwierige Stelle vor dem Gipfel des Mount Everest. (Archivbild von... Keystone

Nach dem Tod der Schweizer Extrem-Bergsteigers Ueli Steck Ende April steht der Mount Everest erneut im Interesse der Medien: Der berühmte Hillary Step, ein Felsabsatz kurz unter dem Gipfel des höchsten Berges der Welt, ist abgebrochen. Der nepalesische Bergführer Pema Chhiri Sherpa bestätigte einen Bericht eines britischen Bergsteigers.

Folgen für Besteiger noch unklar

Er habe gesehen, dass der 12 Meter hohe Felsabsatz auf rund 8760 Metern Höhe nicht mehr existierte. «Wir wissen noch nicht sicher, was das für die Bergsteiger bedeutet», sagte er weiter. «Der Hillary Step war steil und nicht leicht zu erklettern. Aber ohne ihn dürfte es deutlich schwieriger werden, Seile dort zu befestigen.»

Die Felsformation galt als letzte grosse Hürde vor dem Gipfel. Bereits 2016 hatte es Spekulationen gegeben, dass sie während des schweren Erdbebens im April 2015 kollabiert sein könnte. Im 2016 liess sich das wegen schlechter Wetterbedingungen aber nicht bestätigen.

Der Hillary Step war benannt nach Edmund Hillary, dem Neuseeländer, der 1953 zusammen mit dem nepalesischen Bergführer Tenzing Norgay als erster Mensch den Gipfel des Mount Everest bestieg.

5 Tote in einem Monat

Laut der Nachrichtenagentur Reuters sind am Sonntag am Everest zwei Bergsteiger ums Leben gekommen: Ein 54-jähriger Australier starb auf der tibetischen Seite des Berges an der Höhenkrankheit. Und auf der nepalesischen Seite sei ein 48-jähriger Slovake tödlich verunglückt. Damit sind innerhalb eines Monats fünf Menschen am Berg ums Leben gekommen.