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Panorama Bewegender Fund in Auschwitz: Goldschmuck im Tassenboden

Ein goldener Ring und eine kleine Kette, wahrscheinlich angefertigt zwischen 1921 und 1931 in Polen: Viel mehr lässt sich über die Schmuckstücke, die Restauratoren der Auschwitz-Gedenkstätte nun fanden, nicht sagen. Der Fundort aber spricht Bände: Sie waren im doppelten Boden einer Tasse versteckt.

Mehr als 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz haben Restauratoren einen besonderen Fund gemacht. Bei Arbeiten an einer Emailletasse offenbarte sich ein doppelter Boden, in dem ein Goldring und eine Halskette versteckt waren.

Derlei Entdeckungen gebe es zwar immer wieder, sagte Museumssprecher Pawel Sawicki. Ring und Kette seien wegen der Art des Verstecks aber einzigartig. Das Museum rechnet nicht damit, den Besitzer ermitteln zu können. Nachforschungen hätten einzig ergeben, dass die Schmuckstücke wohl zwischen 1921 und 1931 in Polen gefertigt wurden.

Schmuckfunde wie diese zeigten, dass vielen Deportierten wohl bewusst gewesen sei, dass ihnen ihre Wertsachen abgenommen würden, sagte Museumsdirektor Piotr Cywinski. Sie zeigten aber auch, dass viele noch Hoffnung hatten, sie vielleicht für ihr Überleben einsetzen zu können.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Das grenzt ja geradezu an ein Wunder, dass die Tasse unversehrt blieb und auf clevere Weise der Schmuck so gut versteckt war, dass die SS Schergen nicht auf die Idee kamen, zwischen den Tassenböden könnte etwas verborgen sein. Der Fund wäre Boulevard-geil, hätte er nicht eine schreckliche Geschichte.
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