Blitzeis, Lawinen und Stürme in Europa

Der Winter hat Europa fest im Griff. Wegen Blitzeis musste der Frankfurter Flughafen geschlossen werden. In Spanien und Schottland forderte das Wetter Todesopfer.

Eisregen brachte am Sonntag den Betrieb am Frankfurter Flughafen zum Erliegen. Seit 16.30 Uhr gab es auf Deutschlands grösstem Flughafen keine Starts und Landungen mehr, sagte ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport.

Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens hält Pylonen in der Hand (keystone)

Bildlegende: Am Frankfurter Flughafen ging nichts mehr. Zahlreiche Flugzeuge konnten nicht enteist werden. Keystone

Der Eispanzer auf den Flugzeugen sei so dick, dass eine Enteisung nicht mehr möglich sei. Zuvor waren bereits 292 Starts und Landungen abgesagt worden.
 
Die Pariser Flughäfen Charles-de-Gaulle und Orly strichen am Sonntag 40 Prozent ihrer Flüge. Auf Europas grösstem Flughafen London Heathrow brachten Schneefälle den Flugplan ebenfalls durcheinander.

Wetter fordert Todesopfer

In Nordirland waren einige Haushalte vorübergehend ohne Strom. Neuschnee und Frost führten auch in Polen, Tschechien und der Slowakei zu glatten Fahrbahnen.

Im schottischen Hochland wurden am Sonntag vier Bergsteiger von einer Lawine getötet. Bei heftigen Stürmen kamen in Spanien und Portugal vier Menschen ums Leben. Allein zwei von ihnen wurden im Südosten Spaniens bei Cartagena von einer Gartenmauer erschlagen, die eine Sturmböe umgestürzt hatte. Die Stürme mit Böen von bis zu 100 Stundenkilometern richteten auf der Iberischen Halbinse beträchtliche Schäden an.