Bodenfrost und ein Beinahe-Rekord auf dem Jungfraujoch

In der letzten Nacht war es mancherorts erneut bitterkalt: An mehreren Orten im Flachland gab es Bodenfrost. Auch zwei Meter über dem Boden fielen die Temperaturen teils unter null Grad. Viel Kälter war es Ende Mai noch nie seit Messbeginn.

Die kalten Temperaturen halten an. An etlichen Orten im Mittelland fiel die Temperatur in Bodennähe unter null. In Bern fiel das Thermometer laut «SRF Meteo» auf -2 Grad, in Gösgen (SO) auf -0,5 Grad und in Glarus auf -1,7 Grad. Diese Werte wurden 5 Zentimeter über Boden gemessen.

In etwas höheren Lagen fiel gar die Temperatur zwei Meter über Boden, die sogenannte Hüttentemperatur, unter den Gefrierpunkt. In Ebnat Kappel im Toggenburg auf 620 Metern über Meer wurden -0,3 Grad gemessen.

Auch wenn es kalt ist: Rekorde wurden in der vergangenen Nacht keine gebrochen. In Bern lag die Hüttentemperatur bei 1,5 Grad. So kalt war es Ende Mai letztmals 2007. In den Jahren 1961 und 1962 gab es dort sogar Anfang Juni noch Frost.

Ein Thermometer, das 1 Grad anzeigt.

Bildlegende: Nahe am Nullpunkt oder knapp darunter lagen die Temperaturen in der vergangenen Nacht vielerorts. Keystone

Ähnlich im thurgauischen Tänikon: Dort fiel das Thermometer vergangene Nacht auf 0,9 Grad. Zuletzt war dies Ende Mai vor neun Jahren der Fall, den letzten Frost gab es dort um diese Zeit im Jahr 1987.

Nahe an einem Rekord war die Temperatur vergangene Nacht auf dem Jungfraujoch auf 3560 Metern über Meer. Dort lag der Tiefstwert bei -17,8 Grad. Kälter war es dort Ende Mai seit Messbeginn nur im Jahr 1970.

In der kommenden Nacht wird es kaum wärmer. Entsprechend ist nochmals mit Bodenfrost zu rechnen, sagt Gaudenz Flury von «SRF Meteo».