BP muss tief in die Tasche greifen

Der britische Energiekonzern zahlt für die Folgen der Explosion seiner Ölplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko 20,8 Milliarden Dollar.

Brennende Bohrplattform umkreist von Löschbooten.

Bildlegende: Die Explosion der Bohrplattform war eines der grössten Unglücke in der Geschichte der Erdölförderung auf See. Reuters

Fünfeinhalb Jahre nach der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko steht für BP die Strafe fest: Die Rekordsumme von mehr als 20 Milliarden Dollar wird der britische Energiekonzern der US-Regierung sowie betroffenen Bundesstaaten zahlen. Das gab die US-Justizministerin Loretta Lynch bekannt.

Die Vereinbarung sei der höchste Vergleich mit einem einzelnen Unternehmen in der amerikanischen Geschichte. «Sobald sie per Gerichtsbeschluss gebilligt ist, wird diese Einigung eines der grössten Projekte zur Umweltsanierung in Gang setzen, die die Welt je gesehen hat», erklärte Lynch.

Der Schadenersatz fällt damit höher aus als bekannt. Im Juli hatte BP noch von einer Strafzahlung an die US-Regierung und fünf Bundesstaaten von bis zu 18,7 Milliarden Dollar gesprochen.

87 Tage floss Öl ins Meer

Die Explosion der «Deepwater Horizon» im April 2010 war eines der grössten Unglücke in der Geschichte der Erdölförderung auf See. Elf Menschen kamen ums Leben, 3,19 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl liefen nach Berechnung eines US-Gerichtes ins Meer.

Erst nach vier gescheiterten Anläufen und 87 Tagen konnten Ingenieure eine Stahlglocke über die offene Quelle stülpen und den starken Strom aus dem Ölfeld stoppen. Mehr als 2000 Kilometer Küste wurden verschmutzt.