Zum Inhalt springen
Inhalt

Panorama Brückeneinsturz in WM-Spielort

Auch Brasiliens Staatspräsidentin zeigte sich nach einem Baustellenunglück in Belo Horizonte tief bestürzt. Bislang wurden zwei Tote bestätigt. Eine noch im Bau befindliche Brücke war eingestürzt. Die Bergungsarbeiten dauern an.

Legende: Video Brücke in Belo Horizonte eingestürzt abspielen. Laufzeit 01:18 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 04.07.2014.

Der WM-Spielort Belo Horizonte trägt Trauer. Fünf Tage vor dem Halbfinale, womöglich mit dem WM-Gastgeber Brasilien, steht die 2,4-Millionen-Einwohnerstadt unter Schock.

In der Nacht dauerten die Bergungsarbeiten weiter an, nachdem eine im Bau befindliche Brücke aus noch ungeklärter Ursache am Donnerstagnachmittag eingestürzt war. «In diesem Moment des Schmerzes gilt meine Solidarität den Familien der Opfer», schrieb Staatspräsidentin Dilma Rousseff auf Twitter.

Nach bisher bestätigten Angaben kamen bei dem Unglück zwei Menschen ums Leben. Die Stadt ordnete eine dreitägige offizielle Trauer an. Auch am Abend kamen Anwohner zu der Unglücksstelle an der Avenida Pedro I.

Ein Bus, dessen vorderer Teil von der riesigen Last zerstört worden war, stand dort, wo sonst der abendliche Verkehr fliesst. Eines der beiden Todesopfer ist höchstwahrscheinlich die Fahrerin des Busses.

Camions zerquetscht

Zwei Lastkraftwagen, die offenbar unter der Brücke abgestellt waren, wurden regelrecht zerquetscht. Ein Pkw wurde ebenfalls unter den Betonmassen begraben. Die Zahl der Verletzten belief sich auf 19 Menschen.

Die Unglücksursache ist laut Belo Horizontes Bürgermeister Márcio Lacerda noch unklar. Das Unglück, das möglicherweise noch mehr Opfer gefordert haben könnte, soll genau untersucht werden.

Rettungskräfte versuchten die ganze Nacht, sich Zugang zu den Wagen zu verschaffen, die unter den Trümmern begraben wurden. Dabei handelte es sich allesamt um Fahrzeuge auf einer Strassenseite.

Teilweise voll besetzte Busse, Pkw und auch Zweiradfahrer konnten auf der Gegenseite stadtauswärts rechtzeitig stoppen, sonst wären die Folgen des Brückeneinsturzes womöglich noch verheerender geworden. Aber schon so bot sich auch Stunden nach dem Unglück immer noch ein schreckenerregendes Bild an der Unglücksstelle.

Weiträumige Absperrungen

Im gleissenden Licht von riesigen Scheinwerfern standen schwere Räumfahrzeuge. Polizisten sperrten die Gegend weiträumig ab. Der Verkehr aus dem Stadtteil Pampulha raus oder in Richtung des WM-Stadions Estadio Mineirao wurde umgeleitet. Wie lange die Bergungs- und vor allem Aufräumarbeiten andauern werden, ist unklar.

Am Dienstag treffen in Belo Horizonte die Sieger der Viertelfinalpartien zwischen Brasilien und Kolumbien sowie Deutschland und Frankreich aufeinander. Es wird das insgesamt sechste WM-Spiel in der Stadt sein, in deren unmittelbarer Nähe die Auswahl Argentiniens ihr WM-Camp hat. Zudem waren in Belo Horizonte auch Chiles Fussballer untergebracht.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

6 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Edusrdo Silva, manaus
    es solte iemand einen documentarfilm machen von Brasilien da wurdet Ihr staunen wieviele verlassene Gross baustellen , die von der Regierung als volendet angegeben werden, eigesturtzt Hochhauser , Brucken die weder anfahrts noch wegfahrtsstrasse haben , zutausende unfollendete dinge , die Welt wurde sich krank lachen
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Eduardo Silva, manaus
    Nun das ist bei uns an der Tagesordnung , dass ein Block oder eine Brucke einsturtzt , ist normal , es werden aber auch Brucken gebaut wo es keine zu noch wegfahrtstrasse gibt , sogenante Gespensterbrucken , der einsturtz in der regel fuhrt daher dass das eisen dass fur die Brucke berechnet wurde aus betrugerischen grunden . nicht gebraucht wurde und somit geklaut wurde , oder dass nur die halft vom Cement gebraucht wurde der notig wahre .
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Marianne Roe, Gwatt
    Man kann ja nicht verlangen, dass wegen einer WM ein ganzes Land einen Entwicklungs-Sprung in die Perfektion macht. Entwicklung eines Volkes und eines Landes kann nur sehr langsam und von Innen her kommen. WMs als Entwicklungshilfe sind eher vernichtend.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen