China schickt seine Schüler in Zelte zum Unterricht

Nach dem Erdbeben in China simuliert die kommunistische Partei «Normalität». Die Bevölkerung wird durch ein «nationales Moral-Vorbild» informiert. Die Schüler werden in Zelten unterrichtet.

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Schulunterricht in chinesischen Zelten (unkomm.)

0:48 min, vom 23.4.2013

Wang Wenzhong ist das tapfere Aushängeschild der Partei mitten im chinesischen Erdbebengebiet. Nachdem die Armee Zelte aufgestellt habe, könnten sich nun die Schüler im Trockenen «auf den Unterricht konzentrieren».

Mehr Regen und Nachbeben

Zeitgleich fehlen Zelte in anderen betroffenen Gebieten. «Wir sind sehr unzufrieden mit der Regierung. Für Leute wie uns, die in abgelegenen Orten leben, gibt es keine Hilfe», klagte ein Bewohner des Dorfes Taiping nach einem Bericht der «South China Morning Post».

Das Wetter erschwert die Bergungsarbeiten zusätzlich. Momentan regnet es in der Unglücksregion. Nun befürchten Rettungskräfte, dass weitere Erdrutsche ausgelöst werden könnten. Laut Wettervorhersage soll es auch in den kommenden Tagen leichten Regen geben. Zudem hören die Nachbeben nicht auf.

Bei dem Beben am Samstag starben mindestens 193 Menschen, mehr als 12'000 wurden verletzt.