Costa Concordia nähert sich ihrem Friedhof

Die Costa Concordia setzt plangemäss ihre Reise zum Abwrackhafen Genua fort. In wenigen Stunden soll sie ihr Ziel erreichen.

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Die letzte Reise der Costa Concordia im Zeitraffer

0:10 min, vom 26.7.2014

Der Schleppverband um das havarierte Schiff fuhr in der Nacht auf Samstag 20 Seemeilen westlich an der ligurischen Stadt La Spezia vorbei und soll nach Plan in der Nacht auf Sonntag in Genua eintreffen.

Das Kreuzfahrtschiff fuhr nach Angaben der Reederei Costa Crociere mit einer Geschwindigkeit von rund 3 Stundenkilometern, die im Hinblick auf das Eintreffen in Genua schrittweise reduziert werden soll, berichtete das Team an Bord des Kreuzers. Meeresbiologen, die an Bord von Schiffen die Costa Concordia begleiten, stellten keine Spuren von Umweltverschmutzung fest.

Über zwei Jahre gestrandet

Die Costa Concordia hatte im Januar 2012 vor der italienischen Insel Giglio einen Felsen gerammt. Anschliessend kippte der Kreuzfahrtriese auf die Seite. Insgesamt 32 Menschen kamen dabei ums Leben.

Im vergangenen September wurde das Schiff wieder aufgerichtet und schlepptauglich gemacht. Seit Mittwoch wird es nach Genua gezogen, wo das Schiff in den kommenden zwei Jahren verschrottet werden soll.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Abschied von Giglio

    Aus Tagesschau vom 23.7.2014

    Die „Costa Concordia“ tritt ihre letzte Reise an. Zweieinhalb Jahre nach dem Unglück vor der italienischen Insel Giglio wird das Schiffswrack nun von Schleppern Richtung Genua gezogen, wo es verschrottet wird. Einschätzungen von SRF-Korrespondent Philip Zahn.

  • Costa Concordia zum Abschleppen bereit gemacht

    Aus Tagesschau vom 14.7.2014

    Zweieinhalb Jahre nach der Havarie der Costa Concordia vor der italienischen Insel Giglio wurde sie von hunderten von Experten zum Abschleppen fit gemacht. Letzte grosse Herausforderung war, mittels Druck-Luft das Wasser in den angebrachten Schwimmkörpern herauszupressen. Jetzt kann die Costa Concordia nach Genua abgeschleppt werden.

  • Die «Costa Concordia» am frühen Dienstagmorgen vor der Insel Giglio.

    «Costa Concordia» ist wieder aufgerichtet

    Aus Rendez-vous vom 17.9.2013

    Nach 19 Stunden Bergungsarbeiten vor der Küste der Mittelmeerinsel Giglio ist das vor 610 Tagen von Kapitän Schettino versenkte Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» wieder aufgerichtet - schwer angeschlagen, aber zum Abschleppen bereit.

    Massimo Agostinis

  • Das Wrack des vor der Insel Giglio gesunkenen Kreuzfahrtschiffes «Costa Concordia».

    «Costa Concordia»-Kapitän vor Gericht

    Aus Rendez-vous vom 17.7.2013

    Francesco Schettino, der Mann, der die sinkende «Costa Concordia» vor den Passagieren verliess. Er soll das Kreuzfahrtschiff absichtlich so nah ans Ufer der Insel Giglio navigiert haben, dass es gekentert ist. 32 Menschen kamen beim Unglück ums Leben. Das Wrack liegt immer noch vor der Insel.

    Massimo Agostinis