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Panorama Das beste Taxi der Welt geht in Pension

Indien hat die Produktion seines wohl berühmtesten Autos eingestellt. Erst vor einem Jahr wurde der Ambassador in einer BBC-Sendung zum weltbesten Taxi gekürt.

In Wes Andersons Kinofilm «The Darjeeling Limited» flitzt ein knallrotes Exemplar vorbei, Schauspielerin Julia Roberts fährt den Hindustan Ambassador auf ihrem Selbstfindungstrip «Eat Pray Love». Hierzulande kennt man das indische Kult-Auto vor allem aus Hollywoodfilmen – oder aus der BBC-Sendung «Top Gear», die den Wagen 2013 zum besten Taxi der Welt auserkoren hat.

Jetzt hat der Hersteller des Ambassadors die Produktion eingestellt. Zu klein sei die Nachfrage, zu wenig effizient die Fabrik nahe Kalkutta. 2200 Exemplare verkaufte man im letzten Jahr, zu einem Stückpreis von rund 8000 Franken. Das ist nichts im Vergleich zu den 1,8 Millionen Neuwagen, die in Indien insgesamt verkauft wurden.

Hindustan Motors will nun über die Bücher. Man plant eine Umstrukturierung und neue Wege bei der Mittelbeschaffung. Dass dem Hersteller eines Autos, das seine Form seit 60 Jahren fast nicht verändert hat, ein Comeback gelingt, bezweifelt indes ein Autoexperte: «Wirtschaftlich macht es schlicht keinen Sinn.»

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